• Andrew Dickinson

    Nachbarschaft

    Andrew Dickinson, Sänger, Regisseur der Opernproduktion „La Bohème“ bei Stone Brewing im Marienpark in Mariendorf

    Was erwartet die Zuschauer bei dieser Aufführung? Opern-Neulinge: die beste Opern-Einführung, die man sich wünschen kann. Eine moderne „Berliner“ Produktion mit einer zeitlosen Geschichte von Liebe, Lachen und Verlust. Regelmäßige Opernbesucher: Einige der besten jungen Sänger der Opernwelt und ein Orchester mit Mitgliedern aus drei Berliner Opernhäusern. Darüber hinaus: die lebendige Darbietung des Straßenchors Berlin, der als Abschluss eines sechsmonatigen Musikprojekts gemeinsam mit Flüchtlingen, den Chor und einige kleinere Rollen singt. Jeden: Erstklassige Speisen und eine große Craft-Bier-Auswahl frisch vom Fass.

    Wie kamen Sie auf die Idee, eine Oper bei Stone Brewing, einem Brauereirestaurant, zu inszenieren? Amerikanische Kollegen an der Deutschen Oper haben mich letzten Sommer zu Stone Brewing-Berlin eingeladen. Ich erkannte sofort das riesige Potenzial der Location. Glücklicherweise war Stone Brewing-Gründer Greg Koch auch vor Ort. Nach ein paar Bieren ging ich zu ihm rüber und fragte, ob er nicht das fünfte Opernhaus Berlins eröffnen wolle. Er war begeistert, sagte: Ja! Und so fing alles an.

    Was ist das Besondere an diesem Spielort, der alten Halle des Gaswerks Mariendorf? Die gesamte Location ist sehr anspruchsvoll und beindruckend – das perfekte Setting für eine Oper. Der Marienpark allgemein ist ein verstecktes Juwel, das darauf wartet, entdeckt zu werden.

    Dürfen die Zuschauer denn auch ein Bier bei der Vorstellung trinken? Das begrüßen wir sogar! Wir möchten, dass unser Publikum die Einzigartigkeit dieses Projekts versteht. Stone wird sogar ein spezielles „La Bohème“-Bier brauen.

    Veranstaltungstermine sind der 31.Mai, 1. und 2. Juni ab 19 Uhr (Einlass ab 17.30), Infos zu Tickets und begleitendem Menü gibt es hier http://www.stonebrewing.eu/events

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-s.kneist@tagesspiegel.de

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Sigrid Kneist von Sigrid Kneist tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Tempelhof-Schöneberg,

wenn es eng wird, wird oft mit harten Bandagen gekämpft. Das kann man auch über den Streit um die immer weniger werdenden Freiflächen in der Stadt sagen. In der vergangenen Woche habe ich über den Friedenauer Verein „Kiezmove“ berichtet, der auf einem Platz der Friedrich-Bergius-Schule ohne Tore trainiert und stattdessen auf Pylone, jene rot-weißen-Absperrhütchen, zurückgreifen muss. Das Thema beschäftigte am Dienstag auch den Sportausschuss des Bezirks. Dort muss es hoch hergegangen sein. Das Bezirksamt lehnt mobile Tore an dem Standort ab, da der Platz kein echter Sportplatz sei und ohnehin in drei Jahren dem Bau einer neuen Sporthalle weichen soll.

Die Notwendigkeit für eine Sporthalle bezweifelt Sebastian Howe, der Vereinsvorsitzende von „Kiezmove“, stark. Denn dann „würde der bei Kindern und allen Freizeitkickern beliebte Bolzplatz verschwinden“, sagt Howe und kündigt bei Facebook an, eine Anwohnerinitiative dagegen zu gründen. In der Facebook-Gruppe „Friedenau-Online“ entspann sich um das Thema eine erregte Diskussion.

Der SPD-Verordnete Oliver Fey schreibt: „Angesichts der Tatsache, dass nebenan 900 Wohnungen entstehen, in denen ca. 2.500 Menschen leben werden, ist es nahezu hanebüchen zu behaupten, eine Sporthalle werde nicht gebraucht! Tempelhof-Schöneberg braucht dringend mehr Sportanlagen und zwar Hallen und Plätze. Dies aus purem Eigeninteresse zu leugnen, ist mehr als fahrlässig!“ Man habe dem Verein Kiezmove zudem in Aussicht gestellt, den Sportplatz an der Sternberg-Grundschule am Rudolph-Wilde-Park nutzen zu können.

Aus einer am Montag veröffentlichten Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Abgeordneten Nicole Ludwig (hier als PDF) geht übrigens hervor, dass Tempelhof-Schöneberg nach Mitte der Bezirk ist, in dem die meisten Sporthallen fehlen.

Sigrid Kneist arbeitet seit 1990 als Redakteurin in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Vor 20 Jahren hätte sie sich nicht vorstellen können, dass sie ein Jahr später aus dem Kreuzberger Graefekiez nach Mariendorf ziehen und dort bis heute bleiben würde. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-s.kneist@tagesspiegel.de

Elisabeth Binders Tipp für Sie*

Kaiserliche Grandezza? Keineswegs. „Sissi“, das ist ein kleines, gemütliches Lokal, hohe Tische im Vorderraum, der auch als Bar oder Café dient, hölzerne Gaststättentische im hinteren Zimmer. Für Feiern gibt’s noch eine Beletage. Rot-grün gemusterte Tapete, alles etwas eng, auf einigen Tischen liegen Berlin-Führer. Die Karte ist österreichisch, natürlich. Figuren wie Sissi haben in dieser Nachbarschaft Ikonenstatus. Gleich zu Beginn fiel angenehm auf, dass der Service überdurchschnittlich höflich und kenntnisreich ist. Wir wurden gut beraten und begleitet bei diesem Essen. Und der Koch versteht sein Handwerk wie die Kellner. Lesen Sie hier die vollständige Kritik:  tagesspiegel.de

Sissi, Motzstraße 34, Schöneberg, Tel. 030/21 01 81 01, geöffnet täglich ab 17 Uhr.

*Elisabeth Binder ist Restaurantkritikerin des Tagesspiegel.

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