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    Nachbarschaft

    Jonas Wanke, 19, Erfinder und IT-Student aus Adlershof

    Der Alltag steckt voller Innovationschancen. Das erkannte auch Jonas Wanke und machte sich an die Arbeit. Problemstellung: Oma geht zum Briefkasten, aber es wartet gar kein Brief auf sie. Wanke entwickelte ein System, das jeden Briefeinwurf meldet, mit einem optischen und akustischen Signal. Leider war Omas Briefkasten nicht systemkompatibel, deswegen konnte sich die Erfindung noch nicht in der Praxis beweisen, erzählt Wanke. Mehr Potenzial in der Hundestadt Berlin hat wahrscheinlich das Projekt „Light your Dog“, ein Geschirr, dessen Leuchtfarbe und Blinkmuster per App gesteuert werden können.

    Student im Potsdamer HPI. Die digitale Welt bietet noch genügend unentdecktes Terrain. Wanke studiert am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam, dort entwickelt er Apps und befasst sich mit Softwarelösungen. Seine Erfindungen zur Alltagserleichterung hat er erstmal zurückgestellt, um sich dem Studium widmen zu können. Wenn er seinen Abschluss in der Tasche hat, könne er sich aber durchaus vorstellen, ein Start-up zu gründen.

    „Seifenbenutzungs­erinnerungs­anlage“. Schon acht Mal hat Wanke am Schülerwettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen, dessen Regionalentscheid Berlin-Süd im Technologiepark Adlershof ausgetragen wird. Mit einem akustischen Wegweiser für Sehbehinderte (DOSUAS – Symphonie des Sehens) gewann Wanke gemeinsam mit einem Mitschüler 2018 einen Sonderpreis beim Bundeswettbewerb. Schon als Zehnjähriger war er bei „Jugend forscht“ dabei. Seine erste Erfindung: eine Leuchtvorrichtung für öffentliche Waschräume – die „Seifenbenutzungs­erinnerungs­anlage“. Klar, den Anstoß dazu lieferte damals Wankes Mutter.

    Mathe-Genie. Sein Abitur machte der Nachwuchs-Erfinder auf dem Mathe-Elitegymnasium Heinrich Hertz in Friedrichshain, die Abinote: 15 Punkte, also 1 plus. Auch mit der Humboldt-Uni, deren naturwissenschaftlichen Institute in Adlershof untergebracht sind, nahm Wanke früh Kontakt auf. In der „Mathematischen Schülergesellschaft Leonard Euler“ des Instituts für Mathematik löste er nach der Schule knifflige Aufgaben. wista.de

    Foto: WISTA Management GmbH

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-t.loy@tagesspiegel.de

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Thomas Loy - Redakteur beim Verlag Der Tagesspiegel im Haus am Askanischen Platz in Berlin Kreuzberg. von Thomas Loy tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Treptow-Köpenick,

ein Neugeborenes wird in sechs Jahren Erstklässler, in zwölf Jahren wechselt es auf eine Sekundarschule oder aufs Gymnasium. Ausnahmen gibt es, aber recht wenige. Kann doch nicht so schwer sein, das zu prognostizieren. Dennoch: Schülerzahlprognosen sind in etwa so verlässlich wie Wettervorhersagen. Wie viele Familien ziehen zu oder wieder weg? Welche Schulen sind begehrt, welche werden gemieden?

Bis 2021 fehlen in Berlin 26.000 Plätze an Grund- und Sekundarschulen, hieß es Anfang August 2019 aus dem Haus von Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD). Zwei Wochen später ruderte Scheeres zurück, das sei nur die Maximalprognose gewesen, wahrscheinlich fehlten nur 9500 Plätze. In TreKö, dem Bezirk mit dem boomenden Wohnungsbau, halten die Schulamtsprognostiker aber lieber an den Maximalprognosen fest. „Die im Rahmen des Monitorings erstellte Schulplatzprognose weist sowohl für den Primar- als auch für den Sekundarschulbereich erhebliche Kapazitätsdefizite aus“, heißt es im aktuellen Bericht des Schulamts. In allen acht Schulplanungsregionen müssten mittelfristig ein bis vier Züge (Klassen) geschaffen werden, insgesamt fehlten im Sekundarschulbereich bis zum Schuljahr 2024/25 ca. 15,5 Züge, im Bereich der Gymnasien weitere 8,6 Züge.

Acht neue Schulen. Das bedeutet, dass die bisher in der Schulbauoffensive des Senats berücksichtigten Bauvorhaben nicht ausreichen. Schulstadträtin Cornelia Flader (CDU)  hat in einem Brief an Scheeres einen längerfristigen Mehrbedarf angemeldet: Statt fünf Neubauten sollen es insgesamt acht werden, wie aus internen Listen des Schulamts hervorgeht. Auch bei Erweiterungen und Zwischenlösungen gibt es zusätzliche Wünsche.

Neubauten nach bisheriger Planung: Gemeinschaftsschule Adlershof am Eisenhutweg mit 900 Plätzen (Fertigstellung 2024/25); Bisher noch ohne Terminplan: Gemeinschaftsschule auf dem Güterbahnhof Köpenick (Süd) mit 900 Plätzen, Grundschule am Güterbahnhof (Nord) mit 432 Plätzen, Neubau in Schnellbauweise einer Grundschule an der Peenestraße, Altglienicke (432 Plätze), eine weitere Schule mit 900 Plätzen am Betriebsbahnhof Schöneweide.

Zusätzliche Neubauten: „Schulneubau in Schnellbauweise“ einer weiterführenden Schule in der Kalker Straße, Altglienicke mit 625 Plätzen; Neubau einer Grundschule in Schnellbauweise in Johannisthal (noch ohne Grundstück, 432 Plätze), Neubau einer Grundschule in Schnellbauweise an der Rudower Straße, Niederschöneweide (432 Plätze).

„Fliegende Klassenzimmer“. Zu den sieben Grundschulen, die mit Containern temporär erweitert wurden und werden, sollen weitere vier hinzukommen. Bei diesen sollen, je nach Möglichkeit, „fliegende Klassenzimmer“ aufgestellt werden, damit sind modulare Holzbauten gemeint, die in Tempelhof-Schöneberg bereits als Pilotprojekt entstanden sind: Bouché-Grundschule Alt-Treptow, Uhlenhorst-GS Köpenick-Nord, Ginkobaum-GS Johannisthal, Edison-GS Schöneweide. Zudem wünscht sich Flader noch drei MEBs, also Modulare Ergänzungsbauten, an der Bouché-GS, Sonnenblumen-GS und Schule am Buntzelberg.

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de

Thomas Loys Tipp für Sie

Ferienworkshop Escape Room. Escape Rooms sind die ultimativen, ausnahmsweise mal nicht digital animierten Gruppenspiele, eine aufgepeppte Schnitzeljagd. Mehrere Teams müssen sich mit Köpfchen und Geschicklichkeit aus einem Raum befreien. Solche professionellen Angebote kosten aber – beispielsweise in Köpenick – 50 Euro und mehr. Die alte Möbelfabrik in der Karlstraße 12 in Köpenick bietet jetzt einen „Ferienworkshop Escape Room“ an, vom 3.-7. Februar, 10 bis 14 Uhr. dabei soll ein eigener Escape Room entworfen, gebaut und ausprobiert werden. Weil das Bezirksamt dieses Angebot fördert, müssen die Teilnehmer nichts bezahlen, es gibt sogar ein kostenloses Mittagessen. Mehr Infos: alte-möbelfabrik.de

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