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Blindgänger in Hermsdorf : 100 Kilogramm schwere Fliegerbombe entschärft

Am Donnerstagvormittag wurde am S-Bahnhof Hermsdorf ein Blindgänger gefunden. Erst am Abend begann die Entschärfung.

Der Sperrkreis am Bahnhof Hermsdorf
Der Sperrkreis am Bahnhof HermsdorfFoto: Polizei

Gefunden wurde der Blindgänger am Donnerstagvormittag bei Bauarbeiten an der Ulmenstraße im Reinickendorfer Ortsteil Hermsdorf. Gegen 21 Uhr war die 100 Kilogramm schwere Bombe entschärft.

Die Spezialisten des Landeskriminalamtes konnten erst gegen 20 Uhr mit ihrer Arbeit beginnen, da sich die Evakuierung im umliegenden Gebiet verzögert hatte. Lediglich während der Entschärfungsarbeiten stellte die S-Bahn den nördlichen Abschnitt der Strecke nach Frohnau (S1) ein. Zunächst hatte die S-Bahn über Twitter mitgeteilt, dass ab 15 Uhr die Strecke zwischen Waidmannslust und Frohnau gesperrt wird. Gegen 15 Uhr korrigierte die S-Bahn diese Angabe. Ab 15 Uhr fuhren die Züge am Bahnhof Hermsdorf ohne Halt durch.

Um die Bombe war ein Sperrkreis von 500 Metern gezogen worden. Die Evakuierung der Gebäude dauerte länge als ursprünglich von der Polizei geplant. Dort liegen auch zwei Kindertagesstätten und eine Jugendeinrichtung. Von der Evakuierung betroffene Anwohner hatten die Möglichkeit, sich im Georg-Herwegh-Gymnasium aufzuhalten

Kurz vor der Entschärfung wurde ein Busersatzverkehr eingesetzt. Die S1 fuhr dann im 10-Minuten-Takt nach Waidmannlust und pendelte im 20-Minuten-Takt zwischen Oranienburg und Frohnau. Zum Laufen war es zu weit, zwischen den beiden Stationen liegen gut vier Kilometer. Auch der Straßen- und Busverkehr der BVG waren nach Polizeiangaben innerhalb des 500-Meter-Sperrkreises betroffen. Seit 15.30 Uhr fuhr die Linie 326 nicht zwischen S-Bahnhof Hermsdorf und Hohefeldstraße, teilte die BVG mit. Die Linie 220 wurde geteilt. Sie fuhr zwischen An der Mühle und Titiseestraße sowie im Ringlinienverkehr zwischen Hainbuchenstraße und Zeltinger Platz.

Es handelte sich um eine vergleichsweise kleine amerikanische Bombe von 100 Kilogramm, sagte Polizeisprecher Michael Gassen. Deshalb musste der Sperrkreis nur 500 Meter betragen. Die Entschärfer waren gegen 14.30 Uhr eingetroffen, gegen 15 Uhr begann eine Einsatzbesprechung.

Das Bezirksamt Reinickendorf informierte Betroffene unter Telefon 90294-2005.

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