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Blonde Freiheit : Rechtspopulist Geert Wilders spricht auf Wahlkampfkundgebung

Nach den Grußworten eines Dänen und des Chef der Partei „Schwedendemokraten“, die inzwischen im Stockholmer Reichstag sitzt, spricht Stadtkewitz. Er dankt dem Hotel Maritim, „dass sie sich nicht von irgendwelchen Schreiern haben beirren lassen“, als der Saal an seine Partei vermietet wurde. Das Hotel „Berlin, Berlin“, in dem Stadtkewitz mit Wilders im Oktober 2010 auftrat, hätte jetzt womöglich abgeraten. Das Haus wurde wegen der islamfeindlichen Veranstaltung angefeindet, der Ruf bei Gästen aus dem Ausland, dem islamischen zumal, dürfte gelitten haben. Auch Gäste aus dem Maritim blicken am Sonnabend irritiert, als die Zufahrtsstraßen von der Polizei abgesperrt sind. Jedenfalls kommen die linken Demonstranten nicht durch die Gitter. Bis auf einen, der im Saal plötzlich „Alerta antifascista“ ruft, als Wilders redet. Stiernackige Ordner stürzen sich auf den jungen Mann, Wilders lächelt kurz.

Was hat der Holländer, gewohnt platinblond und braungebrannt, hier zu sagen, der Mann, der in seinem Land eine Minderheitsregierung toleriert und auf einen härteren Kurs gegen Einwanderer gezwungen hat? „Wir haben erfolgreich angefangen, den Prozess der Islamisierung der Niederlande zurückzudrücken“, der Saal jubelt. „Der Grund, warum wir den Islam zurückweisen, ist die gewalttätige Natur des Islam“, kräftiger Beifall. „Wir stehen ein für Israel, wir lieben Israel, Israel ist Teil unserer Kultur“, auch jetzt wird geklatscht, Antisemitismus ist bei Rechtspopulisten out. Wilders lobt Sarrazin und dessen Buch und bedauert, dass sich in Deutschlands „nichts geändert hat, im Gegenteil: Deutschlands Eliten erhöhten die Geschwindigkeit der Islamisierung Deutschlands!“ Die Leute klatschen und klatschen. Begeistert vor lauter Angst.

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