Böllerei in der Hauptstadt : Senat will Silvester-Feuerwerk an drei Orten in Berlin verbieten

Am Brandenburger Tor, Alexanderplatz und in der Pallasstraße sollen Feuerwerkskörper an Silvester verboten werden. Der Senat spricht von „Gefahrenbrennpunkten“.

Bald vorbei? Feuerwerk über dem Brandenburger Tor in Berlin.
Bald vorbei? Feuerwerk über dem Brandenburger Tor in Berlin.Foto: Ralf Hirschberger/dpa

In der Silvesternacht sollen neben der Partymeile am Brandenburger Tor nun auch am nördlichen Teil des Alexanderplatzes und in Schöneberg an der Pallasstraße Feuerwerk und Böller verboten werden. Der Senat kündigte diesen Montag an, die Polizei werde ein entsprechendes Verbot an den genannten Orten verhängen und durchsetzen.

Laut dem Innen-Staatssekretär, Torsten Akman (SPD), haben sich sowohl der Alexanderplatz als auch die Pallasstraße in den letzten Jahren zu „Gefahrenbrennpunkten“ in der Silvesternacht entwickelt. Dort sei es zu „massiven und gezielten Angriffen“ auf Polizisten und Feuerwehrleute gekommen.

Der Hermannplatz in Neukölln sei jedoch nicht betroffen, da die Zahlen der problematischen Vorfälle dort nicht so hoch gewesen seien , so Akmann.

Erste Pläne zu Verbotszonen hatte die Koalition aus SPD, Linken und Grünen bereits im Januar bekanntgegeben.

Der Senat will ferner einen Antrag stellen, der vorsieht, den Verkauf des Feuerwerks längerfristig auf ein bis zwei Tage zu verkürzen. Dies soll über eine Änderung des Bundesgesetzes erreicht werden. Besonders laute Böller sollen möglichst nicht mehr verkauft werden. Wegen der Zuständigkeit des Bundestages und Bundesrates sind diese Wünsche jedoch weit von der Umsetzung entfernt. (dpa)

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