KABELTRASSEN

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Brandbrief an den BER-Aufsichtsrat : Ein Protokoll des Scheiterns

„Im Sommer/Herbst letzten Jahres sind grundsätzliche Probleme in den Kabeltrassenbelegungen des Mainpier erkennbar geworden, deren Beseitigung vorgeblich durch Real Estate verhindert wurde ... Nach einem Gespräch am 18.09.2013 mit Herrn Mehdorn habe ich die Sachlagen vereinbarungsgemäß recherchiert und mit zwei Schreiben vom 25.09.2013 ausführlich dargelegt. Im Ergebnis war schlicht festzustellen, dass die Vorhaltungen ganz einfach frei erfunden, die technischen Probleme im Projekt aber sehr real waren ... . Im Rahmen unserer weiteren Befassung mit den Themen mussten wir dann feststellen, dass im Kontext der Kabeltrassen die Betriebssicherheit und die Nutzungsfähigkeit des Mainpier grundsätzlich infrage zu stellen ist, basierend u. a. auf einer Notiz eines Gesprächs mit Fachingenieuren und dem TÜV, dass die IBN (Inbetriebnahme) des Mainpiers grob fahrlässig sei.

Grobe Fahrlässigkeit ist nach meiner Kenntnis ein strafrechtsrelevanter Sachverhalt. ... Auf diesem Hintergrund habe ich am 21.11.2013 den Sachverhalt in Eigentümerfunktion/-verantwortung im Projekt Sprint in Anwesenheit von Staatssekretär Bomba vorgetragen, verbunden auch hier mit konkreten Lösungsvorschlägen. In einer nach meinem Eindruck für das Projekt BER nunmehr durchaus als typisch zu bezeichnenden Weise wurden unsere Hinweise und ganz konkreten Lösungsvorschläge als Obstruktion verstanden, die Berechnung infrage gestellt und Vortragende wie Lösungsansätze desavouiert. Erst jetzt im März 2014 werden die aufgezeigten Lösungsansätze notabene aufgegriffen, weil sich die kritische Situation im Wesentlichen bestätigt hat.“

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