Brandenburg : Salmonellen: Zwei Tote im Pflegeheim

19 Bewohner eines Heims in Brandenburg erkrankt. Auch bei einer Jugendreise nach Thüringen gibt es Krankheitsfälle.

Foto: dpa

In einem Alten- und Pflegeheim in Brandenburg hat es einen Ausbruch von Magen-Darm-Erkrankungen gegeben – zwei Betroffene sind gestorben. Mit Stand Donnerstag seien 19 Bewohner und zwei Pflegekräfte erkrankt, bei acht der erkrankten Bewohner seien Salmonellen nachgewiesen worden, sagte der Amtsleiter des Gesundheitsamtes im Landkreis Oder-Spree, Rutker Stellke, in Beeskow. Die Beschwerden seien seit dem 26. Juni aufgetreten. Stellke betonte, dass auch die anderen Erkrankungen in einem Zusammenhang mit Salmonellen stehen könnten – aber das sei bislang nicht nachgewiesen.

Sieben betroffene Bewohner der Einrichtung in Storkow kamen ins Krankenhaus

Ein 82 Jahre alter Mann und eine 89 Jahre alte Frau starben in den beiden vergangenen Tagen. Es hätte bei ihnen weitere Komplikationen mit Lungenentzündungen gegeben. Ein anderer Teil der Patienten wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Die acht nachgewiesenen Salmonellen-Erkrankungen traten zwischen dem 28. und 30. Juni auf. Dann habe es eine Erkrankungshäufung zwischen 4. und 7. Juli in einer anderen Etage gegeben. Die Verläufe seien aber milder gewesen. Dort gebe es bislang keinen Salmonellen-Nachweis und keine Hinweise auf eine Form von Fehlverhalten im Heim.

Derweil sind in einem Ferienlager im thüringischen Rauenstein 40 Jugendliche aus Brandenburg erkrankt. Sie klagten am Donnerstag über Brechdurchfall, teilte ein Sprecher des Landratsamts Sonneberg mit. Laborproben sollten Aufschluss darüber geben, ob es sich erneut um den Norovirus handelt. Vor zwei Wochen waren in dem Ferienlager 45 Menschen, darunter viele Schüler, am Norovirus erkrankt. Einige von den Gästen aus Berlin und Frankfurt/Main kamen ins Krankenhaus. Die Anlage wurde geschlossen, von einer Spezialfirma gereinigt und desinfiziert. Am Montag dieser Woche öffnete das Ferienlager wieder. (dpa)

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