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Nur eine Fotomontage: Auf Facebook erstrahlte das Brandenburger Tor doch noch in den russischen Nationalfarben.

© Facebook / Seite "Brandenburger Tor"

Nach dem Anschlag in St. Petersburg: Brandenburger Tor zeigt Flagge für Russland – im Netz

Auf Facebook erstrahlte das Brandenburger Tor jetzt doch in den Farben der russischen Flagge. Allerdings handelte es sich um eine Fotomontage.

Nach dem Terroranschlag in St. Petersburg hat sich der Senat am Montag gegen eine Beleuchtung des Brandenburger Tors in den russischen Nationalfarben ausgesprochen. Offizielle Begründung: Berlin pflege keine Städtepartnerschaft mit der Millionenmetropole.

An der Entscheidung gibt es jetzt von verschiedenen Seiten Kritik. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko warnte in einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) vor einer „Hierarchisierung der Opfer“ und wies auf die historisch vorbelastete Beziehung zwischen Deutschland und Russland aufgrund der Belagerung Leningrads durch deutsche Truppen im Zweiten Weltkrieg hin. Auch der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums und frühere Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) kritisierte den Senat. Im Deutschlandfunk sagte Platzeck, ein solcher symbolischer Akt hätte den Menschen ein Gefühl der Nähe und Solidarität vermitteln können.

Zwar pflegt Berlin selbst keine Partnerschaft zu St. Petersburg, wohl aber der Bezirk Mitte zum St. Petersburger Stadtteil Petrogradskij Rajon. Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) erklärte am Dienstag, dem Partnerbezirk sei die „Anteilnahme der Menschen in Berlin“ in Form eines Schreibens an den russischen Botschafter übermittelt worden.

Auch in den sozialen Netzwerken zeigten Berliner ihr Mitgefühl, bei Twitter unter dem Hashtag #WeAllAreWithRussia. Auf Facebook erstrahlte das Brandenburger Tor am Dienstag dann doch in den Farben der russischen Flagge. Allerdings handelte es sich um eine Fotomontage. Die Betreiber der Facebook-Seite des Wahrzeichens distanzierten sich damit virtuell vom Senatsbeschluss.

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Julia Sergon

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