Bundesjustizministerium : Eva Högl als Nachfolgerin von Barley?

Dass Eva Högl, SPD-Kreischefin in Berlin-Mitte, bald Bundesjustizministerin wird, soll ein Gerücht sein. Dabei war die M-Frage schon einmal im Gespräch.

Eva Högl (SPD) im Deutschen Bundestag
Eva Högl (SPD) im Deutschen BundestagFoto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Bundesjustizministerin Katarina Barley wird SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl. Dass Eva Högl, die SPD-Kreischefin in Mitte und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, die Nachfolgerin von Barley wird, wird offiziell nicht bestätigt. „Das ist ein Gerücht“, sagte die Sprecherin des Berliner SPD-Landesverbands, Birte Huizing. Högl, seit 2009 im Bundestag, ist promovierte Juristin. Einen schnellen Wechsel wird es auch nicht geben: Barley sagte am Mittwoch, sie sei die „geborene Europäerin“, habe die deutsche und britische Staatsbürgerschaft und freue sich darauf, Verantwortung im Europäischen Parlament zu übernehmen. „Bis dahin“ bleibe sie im Amt als Justizministerin. Die Europawahl findet in Deutschland am 26. Mai 2019 statt.

Eva Högl war Spitzenkandidatin der Berliner SPD bei der Bundestagswahl. Auf sie wäre wohl auch die Wahl für einen Ministerposten gefallen, wenn nicht ostdeutsche Sozialdemokraten gefordert hätten, dass eine Ministerin mit ostdeutscher Herkunft an den Kabinettstisch muss. Högl musste in letzter Minute der Überraschungskandidatin und Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey weichen.

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