BVG-Streik am Montag : Was auf Schüler und Abiturienten zukommt

Am kommenden Montag stehen in Berlin U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse still. Wie kommen Schüler zur Schule - und Abiturienten zu ihren Prüfungen?

Etwa 600 Schüler schreiben am Montag ihre Spanisch-Abiprüfung.
Etwa 600 Schüler schreiben am Montag ihre Spanisch-Abiprüfung.Foto: Armin Weigel/dpa

Berlin bereitet sich auf das nächste Verkehrschaos vor: Erneut wird die BVG am kommenden Montag, den 1. April, bestreikt - und zwar den ganzen Tag. Die meisten U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse werden also stillstehen, nur die S-Bahn und einige Busse fahren. Was Eltern, Schüler und Abiturienten, die am Montag ihre schriftlichen Prüfungen ablegen, wissen müssen:

Was tun mit Schulkindern? Morgens können viele die Kinder im Auto mitnehmen und zur Schule bringen - aber wie ist das am Mittag, wenn die ersten Schulschluss haben? Wird nicht leicht.

Generell gilt die Ansage des Landeselternsprechers wie bei den vorherigen Streiks auch: „In der Regel dürfte es den Schülern zumutbar sein, sich rechtzeitig um andere Möglichkeiten, zur Schule zu gelangen, zu kümmern.“ Trotzdem könne es Fälle geben, bei denen abgelegene Schulen ohne BVG nicht zu erreichen seien. Es sei laut Schulgesetz möglich, Schüler auch nachträglich aus wichtigem Grund zu beurlauben, wenn dieser Grund vorher noch nicht bekannt war. Schüler, die ohne Entschuldigung fehlen, müssen damit rechnen, dass der Tag als unentschuldigter Fehltag auf dem Zeugnis vermerkt wird.

Was tun bei Abitur-Prüfungen? Der BVG-Streik am Montag fällt mit dem Auftakt zum diesjährigen schriftlichen Abitur zusammen: Am Montag werden die Klausuren im Leistungsfach Spanisch geschrieben. Um 9 Uhr geht’s los, bis 13.30 Uhr dauert das Ganze. Erfahrungsgemäß dürften rund 600 Abiturienten betroffen sein – mehr sind es nicht, die unter den rund 15.000 Berliner Abiturienten Spanisch als Leistungsfach wählen.

Zwölf von ihnen besuchen das Reinickendorfer Friedrich-Engels-Gymnasium, das nicht so gut an das S-Bahn-Netz angeschlossen ist. Sebastian Andrees, der stellvertretende Schulleiter, geht daher davon aus, dass die Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen werden. Beim letzten BVG-Streik wurden auch Fahrgemeinschaften gebildet. Da es sich um eine Zentralprüfung handelt, kann keine Schule von sich aus entscheiden, den Termin für die Spanisch-Klausur wegen des BVG-Streiks zu verschieben.

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