Clementine die Zweite : Stinkt weiter: Das Labor weiß noch nichts Neues

Fatina Keilani fragt noch mal nach der verdächtigen Frucht - und wird gemahnt, nicht zu nerven

Sehen toll aus, aber manche stinken nach Chemie...
Sehen toll aus, aber manche stinken nach Chemie...Foto: imago

Ring, ring. Anruf bei der Lebensmittelaufsicht des Bezirksamts Neukölln. „Guten Tag, ich habe vor Kurzem bei Ihnen eine Kiste Clementinen abgegeben, weil zumindest eine davon sehr streng nach Chemie stank und vollkommen ungenießbar war.“ – „Ja, ich erinnere mich. Es gibt noch nichts Neues.“ – „Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?“ – „Das heißt einfach, dass noch nichts gefunden wurde. Sie brauchen jetzt auch nicht ständig hier anzurufen. Sie hören dann von uns.“

Ständig? Hat der eine Ahnung, wie penetrant wir Journalisten sein können! Das war erst mein zweiter Anruf. Jedenfalls, liebe Leser, wir hatten ja Aufklärung an dieser Stelle versprochen, und der Zwischenstand ist: Es gibt nichts Neues. Die stinkende Clementine und die gesamte Holzkiste, in der sie war, hatte ich am 30. November beim Ordnungsamt Neukölln abgegeben, das war ein Freitag. Am darauffolgenden Freitag rief ich an, um mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen, es gab aber nichts Neues. Am nächsten Freitag rief ich erneut an – wieder nichts, nur die Aufforderung, nicht dauernd anzurufen. Am gestrigen Freitag ging niemand mehr ans Telefon. Hoffen wir also, dass der stinkende Stoff harmlos war – auch wenn er ganz und gar nicht harmlos roch.

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen Tagesspiegel Plus 30 Tage gratis!