Dauerabsperrung in Berlin-Mitte : Wolfgang Kubicki will Platz am Reichstag öffnen

Mittes Bürgermeister ist dafür, jetzt zieht der Bundestagsvizepräsident nach: Die Ostseite des Reichstags soll zugänglich werden - mit Einschränkung.

Parkplatz für Dienstwagen. Die Ostseite des Reichstagsgebäude ist bislang abgesperrt.
Parkplatz für Dienstwagen. Die Ostseite des Reichstagsgebäude ist bislang abgesperrt.Foto: dpa

Der Friedrich-Ebert-Platz östlich des Reichstags ist seit Jahren aus Sicherheitsgründen gesperrt - das soll sich nach Worten von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) künftig zeitweise ändern. Die Sperrung solle in sitzungsfreien Zeiten künftig aufgehoben und der Platz damit für Bürger zugänglich werden, sagte Kubicki der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag). Die Zäune sollten künftig durch eine versenkbare Konstruktion ersetzt werden. „Der Deutsche Bundestag bezahlt das.“

Gespräche mit dem Bezirksamt Mitte

Gemeinsam mit dem Bezirk Mitte wolle man eine Neugestaltung des Platzes angehen. Man habe vereinbart, Radfahrern und Fußgängern während der sitzungsfreien Zeit den Durchgang zu erlauben. Während der Sitzungswochen solle es aber weiterhin eine Sperrung geben.

Die Enttrümmerung des alten Parlamentsbaus
Berlin, Juli 1946: Blick vom Platz vor dem Brandenburger Tor auf die Ruine des Reichstags.Alle Bilder anzeigen
1 von 9Foto: Bundesarchiv Zentralbild /SNB
04.12.2013 16:25Berlin, Juli 1946: Blick vom Platz vor dem Brandenburger Tor auf die Ruine des Reichstags.

Zuletzt hatte Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) bereits mitgeteilt, dass der Platz bis zum Ende der laufenden sitzungsfreien Zeit wieder von Fußgängern und Radfahrern passiert werden könne. Sein Amt habe sich für die uneingeschränkte Öffnung stark gemacht. Die Gespräche zu einer generellen freien Nutzung sollten fortgesetzt werden, hieß es.

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Vergangene Woche war bekannt geworden, dass die Sicherheitsvorkehrungen westlich des Reichstages erhöht werden sollen. Geplant ist ein Sicherheitsbereich auf dem Platz der Republik vor dem Hauptportal. Dieser soll - parallel zur Front des Gebäudes - mit einem 10 Meter breiten und 2,50 Meter tiefen Graben gesichert werden. An den Seiten ist zudem ein Sicherheitszaun geplant. (dpa)

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