• Deutsch-amerikanische Beziehungen : Transatlantische Projekte und Initiativen in Berlin kennenlernen

Deutsch-amerikanische Beziehungen : Transatlantische Projekte und Initiativen in Berlin kennenlernen

Das Auswärtige Amt gibt einen Ausblick auf das Programm zum Deutschlandjahr - und lädt am Wochenende auf dem Potsdamer Platz ins Kulturzelt ein.

Los geht es mit einer Ausstellung zu 70 Jahren Luftbrücke.
Los geht es mit einer Ausstellung zu 70 Jahren Luftbrücke.Foto: picture alliance / dpa

Wo können die deutsch-amerikanischen Beziehungen Stürmen besser trotzen als in Berlin? Vermutlich nirgendwo sind sie so verwurzelt, wie in der Stadt, in der der Nachkriegsmythos in vielen Spuren und Zeugnissen immer noch lebendig ist, auch fast drei Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Krieges. Hier wurden aus Besatzern Beschützer und schließlich Freunde.

Berlin ist also folgerichtig ein guter Platz für eine Premiere der besonderen Art. Das Auswärtige Amt lädt am Sonnabend und Sonntag am Potsdamer Platz 11 in ein Kulturzelt ein. Dort kann sich jeder über das Programm des Deutschlandjahres in den USA informieren, das im Herbst startet und bis 2019 läuft.

Erst in Berlin, dann durch die USA

Das Zelt geht in den USA dann auf Tournee und wird von wechselnden Repräsentanten der deutschen Kultur bespielt. Mit Unterstützung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und Mitteln des Auswärtigen Amtes will das Goethe-Institut mit zahlreichen Partnern bis Ende 2019 das heutige Deutschland emotional erlebbar machen und Gemeinsamkeiten unter dem Motto „Wunderbar Together“ hervorheben. Es geht den Organisatoren darum, anhand historischer Wurzeln gelebte Werte und gemeinsame Visionen erkennbar zu machen.

Das Kulturzelt, das am Wochenende erstmals zu sehen sein wird, soll ausdrücklich auch im Mittleren Westen unterwegs sein, also in den küstenfernen Staaten, in denen es nicht so viele Verbindungen zu Europa gibt wie beispielsweise in New York oder Kalifornien.

Den Anfang macht eine Ausstellung zur Luftbrücke

Los geht es am Sonnabend um 12 Uhr mit einer Ausstellung zu 70 Jahren Luftbrücke. Um 13 Uhr wird dort auch Mercedes Wild erwartet, die als Zeitzeugin die Luftbrücke miterlebte und sich später mit dem legendären Rosinenbomberpiloten Gail Halvorsen anfreundete, dem sie als kleines Mädchen geschrieben hatte, damit er auch über ihrem Garten einmal Süßigkeiten abwerfen sollte. Ganztägig kann man dort transatlantische Projekte und Initiativen kennenlernen, die mit dem Deutschlandjahr zu tun haben. Für Kinder gibt es eine Bastelecke zum Thema Luftbrücke.

Über die Frage „Deutschland und die USA – fremde Freunde? Was Politik, Kultur und Wirtschaft jetzt leisten müssen“ diskutieren unter anderem Staatsministerin Michelle Müntefering, BDI-Präsident Dieter Kempf und Goethe-Institut-Präsident Klaus-Dieter Lehmann zwischen 16 und 18 Uhr. Am Sonntag geht es weiter mit den Breakdancern „Flying Steps – Flying Bach“, mit einem Science Slam und mit der Autorin Cornelia Funke. Dem folgt am Nachmittag ein Taschenlampenkonzert mit der Berliner Band Rumpelstil.

Zum Abschluss mit Außenminister Heiko Maas steigen dann lauter „Wunderbar Together“-Luftballons in den Himmel. Ob sie es bis nach Washington D.C. schaffen, wo die Amerika-Premiere des Zeltes stattfinden soll, steht freilich noch in den Sternen.

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