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Deutschland-Besuch des Tesla-Chefs : Elon Musk trifft Wirtschaftsminister Altmaier in Berlin

Der Tesla-Chef ist für politische Gespräche in Berlin. Ob er auch die Baustelle in Grünheide besucht, ist noch unklar.

Elon Musk, Tech-Milliardär aus den USA, auf einer Konferenz.
Elon Musk, Tech-Milliardär aus den USA, auf einer Konferenz.Foto: dpa

Die Geheimniskrämerei ist groß, es gibt viele Spekulationen. Fest steht, dass Musk sich am Mittwochnachmittag mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin treffen wird, was aus verschiedenen Quellen verlautete. Thema dürfte das europäische Batterieprojekt sein, bei dem Tesla mitmachen will.

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Wann und ob Musk die Baustelle der neuen Gigafactory in Grünheide besucht, wo in Rekordzeit inzwischen Teile des Rohbaus stehen, ist noch offen. Es verdichten sich Hinweise, dass das am Mittwoch geschehen könnte. Fest steht nach Informationen dieser Zeitung, dass Musk in diesem Fall allein vor Ort sein wird – und nicht in Begleitung etwa von Brandenburgs Ministerpräsident Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach, dem „Mister Tesla“ im Potsdamer Kabinett.

Der Grund? Tesla ist für seine zurückhaltende Öffentlichkeits-Politik bekannt. Vor allem aber dürften sich beide Seiten einig darin sein, dass ein demonstrativer gemeinsamer Vor-Ort-Besuch mit Brandenburgs Regierungschef während des noch laufenden umweltrechtlichen Genehmigungsverfahrens für die Fabrik und vor der öffentlichen Anhörung mit Einwendern und Kritikern am 23.September in Erkner kontraproduktiv sein könnte.

Interesse daran gäbe es von Seiten des Ministerpräsidenten jedoch durchaus. Auf Nachfrage eines Journalisten hatte Woidke am Dienstag gesagt: "Ich freue mich, dass das Projekt gut vorangeht. Wenn es an irgendeiner Stelle mal irgendwann zu einem Treffen kommt, würde ich mich sehr freuen. Derzeitig gibt es dazu keine Planungen."

Musk  war kurz vor Mitternacht in Schönefeld gelandet.

Am Dienstag hatte Musk das Biotech-Unternehmen Curevac, das an einem Covid-19-Impfstoff arbeitet, in Tübingen besucht. Auf Fotos ist zu sehen, wie Musk das Gelände von Curevac besuchte. Begleitet von Schaulustigen und bekleidet mit einem schwarz-weißen Tuch als Mund-Nasen-Schutz ging er von Gebäude zu Gebäude.

Mit Maske: Elon Musk zu Besuch in Tübingen.
Mit Maske: Elon Musk zu Besuch in Tübingen.Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Am Sonntagabend hatte Musk auf Twitter angekündigt, er komme wegen einer Zusammenarbeit mit Curevac und wegen des Baus der Elektroautofabrik in Grünheide bei Berlin nach Deutschland. Curevac gilt als ein Hoffnungsträger auf der Suche nach einem Corona-Impfstoff. Die EU-Kommission hatte sich bereits bis zu 405 Millionen Dosen eines Impfstoffs der Tübinger Firma gesichert.

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„Tesla baut als Nebenprojekt RNA-Mikrofabriken für Curevac und möglicherweise andere“, hatte Musk erklärt. Deshalb und wegen der Fabrik komme er nach Deutschland. Tesla hatte zunächst keine Details genannt.
Der US-Elektroautobauer will vom Sommer nächsten Jahres an in Grünheide rund 500 000 Fahrzeuge im Jahr produzieren, dafür sind etwa 12 000 Arbeitsplätze geplant. Die komplette umweltrechtliche Genehmigung für das Projekt durch das Land Brandenburg steht noch aus, deshalb baut Tesla auf dem Gelände auf eigenes Risiko. Das Amt Grünheide und ein Sprecher der Brandenburger Landesregierung machten am Mittwoch auf Nachfrage keine Angaben zu einem möglichen Besuch Musks in Grünheide und verwiesen auf Tesla. (mit dpa)

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