Donnerwetter zum Wochenende : Vor allem am Sonnabend sind Unwetter absehbar

Heute soll der erste Tag der Woche unter 30 Grad werden, ab dem Nachmittag kann es Gewitter geben, ebenso wie am Sonnabend.

Ob es so wird, wie auf diesem Archivfoto ist noch unklar - aber ab Freitagnachmittag steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit.
Ob es so wird, wie auf diesem Archivfoto ist noch unklar - aber ab Freitagnachmittag steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit.Foto: Marcel Kusch/dpa

Die Hitzewelle macht, was Wellen eben machen: Sie schwappt mal höher und zieht sich dann zurück – bis zum nächsten Schwapp. Lokal kann dieses Auf und Ab mit Getöse verbunden sein.

Dieser Freitag wird voraussichtlich der erste Tag seit einer Woche, an dem die Temperatur nicht über 30 Grad steigt – aber durchaus noch in die Nähe. Die Sonne scheint nur noch hin und wieder, und vom Nachmittag an sind Gewitter möglich: „Nur punktuell, aber durchaus kräftig“, wie Norbert Becker-Flügel vom Dienst Wettermanufaktur in Tempelhof sagt. Flächendeckender Regen sei gewiss nicht zu erwarten, sondern nur kleinräumige kurze Güsse.

Am Sonnabend steigt die Chance auf eine Erfrischung weiter: „Die Luftmasse hat dann definitiv Unwetterpotenzial“, sagt der Meteorologe. Losgehen könne es schon am frühen Morgen, aber erst mit der Sonneneinstrahlung beginnt es richtig zu brodeln, sodass die Gewitter nachmittags am heftigsten werden können. Da sich die Wetterlage nicht grundsätzlich ändert, gilt allerdings weiter: Es wird nicht jeden treffen und es wird auch danach nicht wirklich kühler. 

Der unerfreuliche Vorher-Nachher-Unterschied könnte sein, dass bei lokalen Unwettern wieder massenhaft Dreck aus der Stadt in die Gewässer gespült wird, wo dann die Algen explodieren und die Fische in Atemnot geraten.

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Wie es nach dem Wochenende weitergeht, ist ungewiss: Während manche Wettermodelle einen warmen Wochenstart und danach deutliche Abkühlung prophezeien, mutmaßt Becker-Flügel: „Es geht auch nächste Woche noch mal mit mehr als 30 Grad weiter.“ Das sei Mitte August ebenso normal wie die aktuelle Hitzewelle. 

An der findet der Meteorologe „gar nichts Außergewöhnliches“. Schließlich sei man deutlich von den Extremtemperaturen der vergangenen Jahre – die Allzeitrekorde liegen je nach Stadtteil um 38 Grad – entfernt. 

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