Ehrung für Candy-Bomber : Baseballfeld in Tempelhof wird nach Gail Halvorsen benannt

Ein Berliner Baseball-Verein will sein Spielfeld nach dem Luftbrücken-Piloten Gail Halvorsen benennen - der zeigt sich begeistert.

Ein Junge verfolgt von einem Baum aus den Landeanflug eines US-amerikanischen Transportflugzeugs auf den Berliner Flughafen Tempelhof.
Ein Junge verfolgt von einem Baum aus den Landeanflug eines US-amerikanischen Transportflugzeugs auf den Berliner Flughafen...Foto: picture alliance / dpa

Eine Schule, die nach dem Rosinenbomber-Piloten Gail Halvorsen benannt wurde, gibt es in Berlin bereits. Sie liegt in Dahlem und trägt ihren Namen seit sechs Jahren. Halvorsen war bei der feierlichen Zeremonie sogar dabei, das ließ er sich nicht nehmen. Aber für einen 98-Jährigen, selbst wenn er Veteran der US Air Force ist, wird es doch mühsam, den Atlantik binnen Kurzem in beide Richtungen zu überqueren, und das ist nun mal unumgänglich, will er bei den Feiern zum Ende der Berlin-Blockade vor 70 Jahren dabei sein.

Bislang sieht es so aus, als werde Halvorsen die Reise aus Provo, Utah, ein weiteres Mal wagen, und er hat sogar noch einen weiteren Grund: Die TiB Berlin Braves, Teil der Sparte Baseball und Softball in der Turngemeinde in Berlin 1848 e.V., wollen den Ex-Piloten ehren, indem sie die Baseball- und Softball-Plätze am Tempelhofer Feld nach Halvorsen benennen. Auch haben die Braves die Baseball- und Softball-Vereine in Berlin und Brandenburg eingeladen, an der für den 11. Mai geplanten Ehrung teilzunehmen. Die Zeremonie soll um die Mittagszeit zwischen zwei Bezirksliga-Spielen der Braves erfolgen.

Gail Halvorsen.
Gail Halvorsen.Foto: dpa

Beim Verein ist man zuversichtlich, dass Halvorsen tatsächlich kommt. Er wurde über die geplante Ehrung informiert und zeigte sich sehr erfreut: „Was für eine tolle Idee! Ich fühle mich sehr geehrt.“ Gail Halvorsen erlangte während der Luftbrücke einige Berühmtheit, nachdem er als erster Pilot damit begonnen hatte, beim Landeanflug auf Tempelhof kleine Fallschirme mit daran befestigten Süßigkeiten für die in der Einflugstrecke wartenden Kinder abzuwerfen. Um sich zu erkennen zu geben, wackelte er mit den Tragflächen, was ihm den Namen „Onkel Wackelflügel“ einbrachte.

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