Berlin : Eigener Terminal für Air Berlin

Hauptnutzer in neuem Bau auf Flughafen Tegel

Klaus Kurpjuweit

Die Fluggesellschaft Air Berlin erhält jetzt in ihrer Heimatstadt ein eigenes Abfertigungsgebäude auf dem Flughafen Tegel. Anders als der Konkurrent Easyjet in Schönefeld wird Air Berlin den Komplex in Tegel aber nicht mieten, sondern als Hauptnutzer übernehmen. Das Gebäude wird aber mit den Air-Berlin-Farben versehen – ähnlich wie bei Easyjet in Schönefeld.

Der Erweiterungsbau in Tegel soll Ende März fertig sein. Die Baukosten in Höhe von etwa zwölf Millionen Euro übernimmt die Flughafengesellschaft. Der Bau ist erforderlich, weil verschärfte Sicherheitsvorschriften der EU die Abfertigung im bestehenden Terminal verlangsamt haben, so dass dort rechnerisch 1,5 Millionen Passagiere weniger im Jahr abgefertigt werden können. Mit dem Neubau steigt aber auch die Gesamtkapazität des Flughafens, denn im Air-Berlin-Terminal können rechnerisch 2,5 Millionen Passagiere pro Jahr aufgenommen werden. So will die Flughafengesellschaft in Tegel auch Platz für die Gesellschaften schaffen, die Tempelhof jetzt freiwillig verlassen oder spätestens nach der für den 31. Oktober 2008 geplanten Schließung verlassen müssen.

Air Berlin will dem Vernehmen nach seine Flüge so aufstocken, dass zumindest in den Spitzenzeiten das Gebäude ausschließlich für die eigenen Kunden genutzt wird. In Zeiten schwächerer Nachfrage sollen aber auch andere Gesellschaften ihre Kunden hier abfertigen.

In Tegel gibt es dann in Zukunft vier Abfertigungsbereiche. Der Hauptterminal wird zum Komplex A, der im Hauptgebäude liegende Trakt der sogenannten Nebelhalle, der vor Jahren zusätzlich für die Abfertigung ausgebaut worden war, erhält das Kennzeichen B. Der Trakt über dem ehemaligen Parkhaus wird zum Komplex C und der Neubau schließlich zum Terminal D.

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