Eine Autospur künftig für Radfahrer : Das Nadelöhr Elsenbrücke wird noch enger

Der Senat bereitet den Abriss des maroden Brückenteils zwischen Treptow und Friedrichshain vor. Künftig wird es nur noch drei Fahrspuren für Autos geben.

Der östliche Teil der Brücke soll abgerissen werden. Doch auch der westliche Teil wird durch einen Neubau ersetzt.
Der östliche Teil der Brücke soll abgerissen werden. Doch auch der westliche Teil wird durch einen Neubau ersetzt.Foto: Pauline Faust

Der Abriss der maroden Elsenbrücke zwischen Treptow und Friedrichshain hätte eigentlich im Frühjahr begonnen sollen, doch da war gerade Corona-Shutdown. Die Verkehrsverwaltung treibe die Planungen für die „komplexen Abbrucharbeiten“ aber jetzt voran, teilte Sprecherin Constanze Siedenburg auf Anfrage mit.

Wann genau mit den Arbeiten begonnen werde, sagte sie nicht, klar ist aber schon jetzt, dass sich das Nadelöhr Elsenbrücke, eine wichtiger Abschnitt der B96a, weiter verengen wird. Und zwar für mindestens ein Jahr.

Abgerissen wird zunächst der östliche Brückenteil, der seit August 2018 für Autofahrer gesperrt ist. Ein langer Riss hatte die Experten der Brückenverwaltung im Senat alarmiert; seitdem wird die Brücke in kurzen Abständen überprüft.

Radfahrer durften bisher noch über diese Brückenhälfte fahren, werden künftig aber ebenfalls den westlichen Brückenteil nutzen müssen.

Für den Autoverkehr stehen dann nur noch drei statt vier Fahrspuren zur Verfügung, „hierfür wird geklärt, welche der verbleibenden drei Fahrstreifen für den Kraftfahrzeugverkehr gen Norden und welche gen Süden geführt werden“, erklärte Siedenburg. Normalerweise bietet die Elsenbrücke sechs Fahrspuren.

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Nach dem Abriss wird zunächst eine Behelfsbrücke gebaut, dafür läuft gegenwärtig die Ausschreibung. Wenn diese Brücke in Betrieb geht – geplant ist Ende 2021, Anfang 2022 – kann der westliche Brückenteil abgerissen und anschließend durch einen Neubau ersetzt werden.

Danach wird die Behelfsbrücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt – dieser Teil der Planung hängt allerdings davon ab, ob die Stadtautobahn bis zur Frankfurter Allee verlängert wird.

Die Fertigstellung der gesamten Brücke ist für 2028 vorgesehen. Die neue Brücke soll dann im Gegensatz zur alten aus dem Jahr 1968 mindestens 100 Jahre halten.

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