Einsatzhundertschaft in Reinickendorf : Polizisten fälschten Parkkarten

Zwei Beamte in Berlin-Reinickendorf wollten Gebühren für den Dienst-Parkplatz sparen und fälschten die Tickets. Nun wird wegen Urkundenfälschung gegen sie ermittelt.

Funkstreife der Polizei (Symbolbild).
Funkstreife der Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

Sie wollten sich die Kosten für den Parkplatz sparen – und kopierten einfach die Parkkarten ihrer Kollegen. Die Berliner Polizei ermittelt nun gegen zwei Beamte der zweiten Bereitschaftspolizeiabteilung in Reinickendorf, wie ein Behördensprecher bestätigte. Vorwurf: Urkundenfälschung. 

Die Zufahrt zu dem Polizeistandort an der Ruppiner Chaussee in Schulzendorf wird seit vier Wochen stärker kontrolliert – die beiden Beamten waren am 5. September aufgeflogen. Am Zufahrtstor zeigten sie ihre falschen Parkkarten vor, doch die Sicherheitsleute bemerkten, dass mit den Karten etwas nicht stimmte. Es handelte sich um Kopien.

Kurios: Die mehr als 600 Beamten der in Schulzendorf stationierten Hundertschaften müssen als Staatsbedienstete für den Parkplatz zahlen. Wie Beamte dem Tagesspiegel berichten, belaufen sich die Kosten für einen Parkplatz auf dem Polizeigelände auf 50 Euro pro Halbjahr. 

Bei der großen Zahl der Beamten gibt es außerhalb des Geländes nicht genügend Parkplätze. Denn auch die Direktion 2 und die Feuerwehr sind auf dem Standort untergebracht. Verwaltet wird das Gelände aber nicht von der Polizei selbst, sondern wie alle Polizeiliegenschaften seit 2007 von der Berliner Immobilienmanagement GmbH, kurz BIM. Die Polizei muss an die BIM Miete zahlen.  


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