Einschränkungen im Nahverkehr : Ringbahn und U7 bis nach Ostern unterbrochen

Ab Freitagabend wird der Ring erst ausgedünnt, dann unterbrochen. In den Osterferien wird es für die Fahrgäste im Südosten noch mühsamer.

Ab Freitagabend muss in Südkreuz umgestiegen werden.
Ab Freitagabend muss in Südkreuz umgestiegen werden.Foto: Gregor Fischer/dpa/picture alliance

Wer aus dem Südosten mit der Bahn zur Arbeit in die Berliner Innenstadt pendelt, sollte für die nächsten Wochen ernsthaft über Home Office oder Urlaub nachdenken: Von Freitagabend an bis zum Ende der Osterferien wird der Verkehr sowohl auf der U 7 als auch auf dem S-Bahn-Ring und dessen Zulaufstrecke aus Treptow-Köpenick massiv eingeschränkt.

Die erste Phase beginnt am Freitagabend gegen 22 Uhr. Die Ringbahn dreht dann zwar weiter ihre kompletten Runden, aber am Südkreuz muss umgestiegen werden. Dort geht es nach sieben bis acht Minuten Wartezeit jeweils vom Gleis gegenüber weiter. Den Fünfminutentakt soll es nur auf den „drei Vierteln“ des Rings zwischen Schöneberg, Westkreuz, Gesundbrunnen und Ostkreuz geben.

Die – schon seit Monaten unregelmäßig fahrende – S 45, die normalerweise zwischen Südkreuz und Flughafen Schönefeld rollt, wird zum Verstärker der S 9 und beschränkt sich auf die Strecke zwischen Schönefeld und dem Treptower Park.

Busse auf dem Ring, S46 zweigeteilt

Die S 46 wird zweigeteilt: Wie gewohnt fährt sie nur zwischen Königs Wusterhausen und Hermannstraße. Der andere Teil fährt außerhalb der Stoßzeiten zwischen Schöneberg und Westend. Ausgerechnet während des Berufsverkehrs wird er auf den Abschnitt Bundesplatz–Westend verkürzt. Allerdings fahren in diesem Bereich dann die Ringbahnzüge alle fünf Minuten.

Am Morgen des 27. März beginnt dann die zweite, noch deutlich gravierendere Bauphase, während der die Bahn Gleise und Weichen erneuert: Bis zum Ende der Osterferien am 8. April wird der Ring zwischen Hermannstraße und Südkreuz komplett gesperrt und der Zugverkehr durch Busse ersetzt.

Die Ringlinien S 41 und S 42 enden dann an der Hermannstraße beziehungsweise am Südkreuz. Die S 45 fährt weiter wie die S 9 zwischen Schönefeld und Treptower Park, die S 46 von Königs Wusterhausen endet an der Hermannstraße, die S 47 aus Spindlersfeld verwandelt sich in Schöneweide in die S 85 und fährt als solche über den Ostring nach Pankow und zurück.

Genauere Infos, etwa zur Fahrtroute der Ersatzbusse, will die Bahn in den nächsten Tagen bekanntgeben. Dann werden sie auch in die elektronische Fahrplanauskunft eingespielt.

Weg zwischen Neukölln und City West gekappt

Für viele Passagiere dürfte sich die Fahrzeit mit den Bussen derart verlängern, dass sich großräumige Alternativen eher anbieten, etwa ein Umweg übers Ostkreuz und die Stadtbahnlinien. Denn zur selben Zeit, vom 19. März bis 8. April, unterbricht die BVG die U 7 zwischen Hermannplatz und Möckernbrücke. Damit ist der direkte Weg von Neukölln in die westliche City gekappt.

Nach Auskunft von BVG-Sprecherin Petra Reetz tagen regelmäßig gemeinsame Arbeitsgruppen, um solche zeitgleichen Sperrungen zu vermeiden. In diesem Fall sei es nicht anders gegangen. „Deshalb haben wir es wenigstens in die Osterferien gelegt, in denen nicht nur der Schülerverkehr wegfällt, sondern auch insgesamt weniger Leute unterwegs sind.“

Die U 7 bekommt neue Stellwerkstechnik und zusätzliche Weichen, damit sie bei künftigen Bauarbeiten oder Störungen flexibler fahren könne: Bisher gebe es auf der längsten U-Bahn-Linie der Stadt unterwegs nur wenige Wendemöglichkeiten.

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