"Wenn sich beide bemühen, klappt es schon"

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Eltern erzählen vom ersten Kind : „Ich habe plötzlich ein richtiges Zuhause“

Was ist ein guter Tag für Sie und Ihren Sohn?
Wenn wir als Familie einen Tag verbringen, einen Ausflug machen, zum Beispiel in den Britzer Garten.

Und was bringt Sie zum Verzweifeln?

Wenn wir gerade auf dem Spielplatz sind und nach Hause fahren wollen, weil es dunkel wird. Anton aber lieber noch spielen möchte, dann lässt er sich immer wieder etwas Neues einfallen, um zu Ende zu spielen. Wenn wir ihn dann mitnehmen, fängt er an zu weinen und ist wütend oder läuft zurück.

Es gibt das Vorurteil, dass Kinder die Beziehung der Eltern kaputtmachen. Ist da etwas Wahres dran?
Ja, die romantischen Abende sind weniger geworden. Es ist wichtig, dass man das Kind auch mal zu den Verwandten oder Freunden gibt, um einen gemeinsamen schönen Abend zu verbringen.

Treffen Sie noch Freunde, die keine Kinder haben?
Natürlich. Man ist nicht mehr so spontan wie früher, dennoch bekommt man es hin. Wir haben einen Familienkalender, dort trägt jeder seine Verabredungen oder Termine ein. Natürlich müssen wir uns immer sehr genau absprechen und organisieren. Das ist nicht mehr so einfach wie früher ohne Kind, wenn aber beide sich bemühen, kriegt man das schon hin.

Können Sie sich ein zweites Kind vorstellen?
Wir möchten auf jeden Fall ein zweites Kind. Ich finde es ist leichter, wenn Geschwister gemeinsam aufwachsen, gemeinsam spielen und voneinander lernen. Die Wohnung ist groß genug, aber wir möchten irgendwann gern ein eigenes Haus haben.

Michael F. (30) wohnt mit seiner Frau und seinem zweijährigen Sohn in Tempelhof. Er arbeitet als Elektrotechniker. An den Gedanken, dass er noch viel Zeit auf Spielplätzen verbringen wird, hat er sich schnell gewöhnt.

Die Interviews führte Saara von Alten.

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