Berlin : „Evita“ tanzte zur Premiere

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Argentinien weint. Nicht nur, weil sein Fußball-Team aus der WM-Vorrunde ausgeschieden ist. Nein, am Mittwochabend weint Argentinien auch auf der Bühne vom Theater des Westens: Eva Perón, „die geistige Führerin der Nation ist in die Unsterblichkeit eingegangen“ - so beginnt der 1. Akt des Musicals „Evita“.

Das Stück ist das zweite nach „Grease“, das Produzent Wolfgang Bocksch für die Broadway-Wochen im Haus an der Kantstraße, auf die Bühne bringt. Bis zum 4. Juli ist Caren Lyn Manuel, das 25-jährige Talent aus Boston noch in der Hauptrolle der „Evita“ zu sehen. Entdeckt hat Bocksch sie - wie all seine Stars - am Broadway.

Einige Zuschauer standen nach der Gala-Premiere, großer Applaus für die blondgefärbte Hauptdarstellerin, die fast zwei Stunden durchgehend auf der Bühne singen musste. So liebt es Wolfgang Bocksch. Um so erleichterter führte er seine Entdeckung – nun mit einem aufreizenden Kleid und funkelndem Collier geschmückt - zur After-Show-Party.

Die Gäste, darunter auch die Schauspieler Helmut Zierl, Christian Kahrmann und Manon Straché, stürmten nicht nur hungrig auf Sushi-Büfett und Lachsschnittchen-Tabletts, sondern auch auf die Tanzfläche. Dort tobten sich die Hauptdarstellerin und ihr neuer Freund, „Jesus-Christ-Superstar“-Darsteller Nicholas Rodriguez zu Latino-Rhythmen und zum Dirty-Dancing-Hit „I had the Time of my Life“ aus. Demnächst, so hört man, wollen die beiden das Lied neu vertonen. Kann sein, dass dann nicht nur Argentinien weint. tabu

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