Extinction Rebellion : Klima-Aktivisten protestieren in Linken-Zentrale in Berlin

Mitglieder der Gruppe Extinction Rebellion haben Protestplakate an der Bundeszentrale der Linken angebracht. Auch Greenpeace-Aktivisten protestierten.

Aktivisten der Umweltschutzorganisation "Extinction Rebellion" sind in die Zentrale der Bundespartei Die Linke eingedrungen.
Aktivisten der Umweltschutzorganisation "Extinction Rebellion" sind in die Zentrale der Bundespartei Die Linke eingedrungen.Foto: Paul Zinken/dpa

Aktivisten haben am Montagmorgen in der Bundeszentrale der Linken in Berlin-Mitte für besseren Klimaschutz protestiert. Sechs Mitglieder der Gruppe Extinction Rebellion haben nach Angaben eines Parteisprechers Transparente aus den Fenstern des Karl-Liebknecht-Hauses gehängt. Es sei aber nicht geplant, die Polizei zu rufen oder die Aktion zu unterbinden, sagte der Sprecher auf Nachfrage.

Es habe auch ein Gespräch mit der Parteivorsitzenden Katja Kipping gegeben. Den Aktivisten wurde demnach außerdem angeboten, bei der Partei-Pressekonferenz um 13.00 Uhr ein Statement abzugeben.

„Die Bundesregierung hat mit dem Klimapaket gezeigt, dass sie weder an einer wirksamen noch einer sozialen Klimapolitik interessiert ist“, heißt es in einer Mitteilung der Protest-Gruppe. „Daher wenden wir uns an die Opposition und fordern diese dazu auf, den Druck auf die Regierung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu erhöhen.“

Die Gruppe Extinction Rebellion - zu Deutsch „Rebellion gegen das Aussterben“ - macht seit Ende 2018 immer wieder mit Protestaktionen auf sich aufmerksam. Sie will damit Regierungen zum Umdenken in ihrer Klimapolitik bringen.

Am Sonntag trafen sich Aktivisten der Gruppe in einem Nachbarschaftszentrum in Wedding, um Protestaktionen zu üben.

Auch die Umweltaktivisten von Greenpeace protestierten am Montag in Berlin: In gelben Anzügen blockierten sie das Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin. "Der Amazonas brennt! Trotzdem wirbt Brasiliens Umweltminister ​@rsallesmma hier für Handelsabkommen, die industrielle Interessen über Klimaschutz stellen", schrieb Greenpeace auf Twitter. (dpa/Tsp)

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