• Falschparker, Abbiegefehler, betrunkene Fahrer: Berliner Polizei zieht nach Schwerpunktkontrollen Bilanz

Falschparker, Abbiegefehler, betrunkene Fahrer : Berliner Polizei zieht nach Schwerpunktkontrollen Bilanz

Fast 4000 Ordnungswidrigkeiten und 100 Straftaten: Die Berliner Polizei hat vergangene Woche gezielte Verkehrskontrollen durchgeführt.

Die Berliner Polizei hat gezielte Kontrollen im ganzen Stadtgebiet durchgeführt.
Die Berliner Polizei hat gezielte Kontrollen im ganzen Stadtgebiet durchgeführt.Foto: Alexander Heinl/dpa

Regelwidriges Abbiegen, zu hohe Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer: Die Berliner Polizei hat in der vergangenen Woche anlässlich der Berliner Verkehrssicherheitstage gezielte Verkehrskontrollen in allen Bezirken der Hauptstadt durchgeführt. Dabei wurden 3966 Verkehrsordnungswidrigkeiten und 107 Verkehrsstraftaten angezeigt.

Rund 1990 Beamte hatten an 478 stationären und mobilen Kontrollstellen knapp 5600 Verkehrsteilnehmer kontrolliert, wie die Polizei am Dienstag in ihrer Bilanz mitteilte.

Im Fokus der Kontrollen standen unter anderem Fehler beim Abbiegen, Falschparken, Fahren unter Alkoholeinfluss sowie das Ignorieren von roten Ampeln.

Zwei illegale Autorennen angezeigt

Auch Radfahrer und die Schulwegüberwachung wurden verstärkt in den Blick genommen. Beispielsweise wurden 650 Abbiegeverstöße und 531 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. Zudem waren 35 Menschen mit zu viel Alkohol unterwegs - den Höchstwert erreichte ein E-Scooter-Fahrer mit 2,3 Promille. Auch zwei illegale Autorennen wurden zur Anzeige gebracht.

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Wie berichtet, ist die Zahl der Verkehrsunfälle 2019 erneut gestiegen. In den 1990er-Jahren lag die Zahl der Verkehrsunfälle in Berlin meist über 150.000; sie sank bis zum Minimum von knapp 121.000 im Jahr 2006. Auch die Zahl der tödlich Verunglückten lag in den 1990ern deutlich höher.

Seit etwa zehn Jahren stagniert der Abwärtstrend bei den Verkehrstoten allerdings – und das noch nicht einmal acht Wochen alte Jahr 2020 droht katastrophal zu werden, sollte sich die Entwicklung der ersten Wochen fortsetzen: Bisher starben laut Polizei zwölf Menschen im Berliner Straßenverkehr. Im gesamten Vorjahr waren es 40.

Der jüngste Fall betrifft eine 28-Jährige, die am Mittwoch in Friedenau von einem zivilen Polizeiauto angefahren wurde. (dpa/Tsp)

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