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Fanzug-Brand am S-Bahnhof Bellevue : Ermittler gehen von technischem Defekt aus

Es gab verschiedene Spekulationen über die Brandursache in einem Fan-Sonderzug. Nun haben die Ermittler eine erste Vermutung.

Polizisten stehen Samstagabend am Bahnhof Bellevue und unterhalten sich mit einem Feuerwehrmann.
Polizisten stehen Samstagabend am Bahnhof Bellevue und unterhalten sich mit einem Feuerwehrmann.Foto: dpa/Julian Stähle

Ermittler halten derzeit einen technischen Defekt als Brandursache in dem mit Hunderten Fußballfans besetzten Sonderzug in Berlin für wahrscheinlich. Ein Sprecher der Bundespolizei betonte am Montagnachmittag, man gehe derzeit von dieser Ursache aus, es werde aber weiterhin in alle Richtungen ermittelt. In einer Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Berlin und der Berliner Bundespolizei hatte es zuvor geheißen: „Nach ersten Erkenntnissen könnte ein technischer Defekt den Brand verursacht haben.“ Nach dem Brand am Samstagabend hatte es auch Spekulationen über Pyrotechnik als Ursache der Flammen gegeben.

Das Schweizer Eisenbahnunternehmen hatte einen technischen Defekt zunächst ausgeschlossen.

Der Sonderzug brannte am Samstagabend auf Höhe des S-Bahnhofs Bellevue. Ein Privatunternehmen hatte den Zug bereitgestellt, um etwa 700 Reisende nach einer Fußballspielbegegnung nach Freiburg zu transportieren. Die "Supporters Crew Freiburg" hatte den Zug bei dem Unternehmen "Centralbahn" gemietet.

Während der Fahrt entstand ein Brand im zweiten Waggon. Die Fußball-Fans aus dem Zug wurden in Sicherheit gebracht, ebenso die Fahrgäste zweier S-Bahnen, die in der Station gehalten hatten. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Der SC Freiburg teilte später mit, dass die Fans kurz vor Mitternacht die Möglichkeit hatten, mit einem ICE der Deutschen Bahn nach Freiburg zurückzukehren.

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Am Sonntag wurde der Zug in eine Abstellanlage gezogen. Dort wird er durch Ermittler der Bundespolizei mit Unterstützung von Brandermittlern der Polizei Berlin untersucht. Die Eisenbahnuntersuchungsstelle des Bundes ist ebenfalls an der Untersuchung beteiligt. (mit dpa)

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