Fashion Week in Berlin : Yael Deckelbaum stellt neues Album vor

Frauen sollen sichtbar sein und die Welt friedlicher machen, wünscht sich Designerin Anja Gockel. Als Soundtrack wählte sie "Women of the World Unite".

Die israelische Sängerin Yael Deckelbaum stellte auf der Fashion Week ihr neues Album vor.
Die israelische Sängerin Yael Deckelbaum stellte auf der Fashion Week ihr neues Album vor.Foto: Promo

Manchmal entstehen Trends und Hypes zufällig. Das erfuhren die Teilnehmer der Unlock-Style-Konferenz des Zeitmagazins am Donnerstag im Kraftwerk Berlin. Gleich zu Beginn verriet Influencerin Veronika Heilbrunner, die auch als Model und Stylistin tätig ist, wie die Kombination von schicken Kleidern mit Sneakers salonfähig wurde. Statt High Heels wählte sie flache Turnschuhe, weil sie so groß ist und wurde damit zum Darling der Streetstyle-Fotografen. Inzwischen ist der Anblick selbstverständlich rund um die Ereignisse der Fashion Week.

Die Hälfte der Welt ist weiblich und voller friedlicher Energie

Um Frauen, die unabhängig von ihrer Größe sichtbar sein wollen, ging es der Designerin Anja Gockel. „Wir suchen Visionen“, sagte die Designerin und stellte ihren Fans im Hotel Adlon Yael Deckelbaum vor. Die israelische Sängerin ist ein Youtube-Star und nutzte die Modenschau mit anschließender Party für die Weltpremiere ihres neuen Albums „Women of the World Unite“. Entdeckt hatte Gockel die Sängerin bei einem Aufenthalt in Tel Aviv, der ihr die Philosophie für ihre neue Linie gab. Sichtbar zu sein, sei für Frauen wichtig, um Männern, die immer wieder Kriege anzetteln, deutlich zu machen, dass die Hälfte der Welt weiblich ist und voller friedlicher Energie. Als Model betätigte sich hier auch die kleinwüchsige Schauspielerin Christine Urspruch, die elegante Blockabsätze trug.

Zum Finale des MBFW-Teils der Fashion Week im Ewerk schmückte Hollywood-Schauspielerin Anne Heche am Mittwochabend die Show von Riani. US-Botschafter Richard Grenell kam zur abschließenden Michalsky-Show. Auch hier ging es um die Verbesserung der Welt. Berlins oberster Friseur Udo Walz geriet dort selbst ins Schwärmen über die Modelle des befreundeten Designers, der sich die Menschen brüderlicher und schwesterlicher wünscht. Während sich das Ewerk als Standlort gut etabliert hat, wird weiter spekuliert, wo die Fashion Week künftig gastieren könnte. Als mögliche Location kommt inzwischen auch das Humboldt Forum ins Gespräch, weil hier eine vielschichtige Brücke geschlagen werden könnte zwischen den gepuderten Perücken aus Schlosszeiten und den sexy Outfits moderner Frauen.

Auf der Suche nach schönen Männern

Bis dort der Aufmarsch der sichtbaren Frauen beginnt, die in ihren leuchtenden Kleidern das Stadtbild bestimmen, wird es noch dauern. Entdeckt werden für einen Model- Job kann man in Berlin derzeit jede Sekunde. Casting-Direktorin Ben Grimes verriet ebenfalls bei der Zeitmagagzinkonferenz Geheimnisse. Auf der Suche nach schönen älteren Männern begab sie sich an einem ungemütlichen Dezembertag nach Irland. Dort fand sie einen Priester mit Pfeife, den die versammelten Fashionistas auf dem Bildschirm bewunderten.

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