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Feierlichkeiten zu 30 Jahre Mauerfall : 100.000 Berlinerinnen und Besucher feiern die Einheit

Heute geht die Festivalwoche zum Fall der Berliner Mauer zu ende. Die Bilanz: Viele Besucher, durchmischtes Wetter und weitestgehend friedlich.

Die Feierlichkeiten am 9. November "30 Jahre Friedliche Revolution · Mauerfall" am Brandenburger Tor.
Die Feierlichkeiten am 9. November "30 Jahre Friedliche Revolution · Mauerfall" am Brandenburger Tor.Annette Riedl

Lange Schatten warf der 9. November 2019 voraus, nicht erst in der Festivalwoche "30 Jahre friedliche Revolution - Mauerfall" erinnerten sich Menschen in zahlreichen Veranstaltungen an die Zeit der Wende. Am Sonnabend dann feierten 100.000 Besucher den Fall der Berliner Mauer beim Höhepunkt der Feierlichkeiten vor dem Brandenburger Tor.

Weil der Andrang zu der Veranstaltung so groß war, stoppte die Berliner Polizei teilweise den Einlass. Später sollen dann einzelne Menschen über Absperrungen geklettert und auf das Festivalgelände auf der Straße des 17. Juni geströmt sein.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) mahnte in seiner Rede vor dem Brandenburger Tor, die Werte des Friedens, der Freiheit und der Demokratie zu verteidigen. „Populisten, die Hass und Hetze verbreiten, greifen unser Zusammenleben ganz kalkuliert an (...)“.

„Wir dürfen sie nicht gewähren lassen, sondern müssen entschieden für unsere Werte eintreten“, sagte Müller. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief unter dem Beifall der Menge dazu auf, neu entstandene Mauern in der Gesellschaft wieder einzureißen.

Auch wenn der Herbst sich in der Jubiläumswoche durchwachsen zeigte, ziehen die Veranstalter eine überaus positive Bilanz: "Wir sind überwältigt, wie gut besucht die Veranstaltungen waren", sagt die Pressesprecherin von Kulturprojekte Berlin, Susanne Galle, am Sonntag. Insgesamt haben nach Angaben der Veranstalter eine Million Menschen die Festwoche besucht.

Durch das vielfältige Programm habe auch jede Veranstaltung ihr eigenes Publikum angezogen, an manchen Orten sei der Andrang so groß gewesen, dass die Veranstalter Mühe hatten, allen Besuchern Zutritt zu gewähren.

Auch die Berliner Polizei zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Mauerfalljubiläums. Pressesprecher Martin Hallweg teilte am Sonntagmorgen mit, die zahlreichen offiziellen und begleitenden Veranstaltungen seien größtenteils störungsfrei verlaufen.

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In Mitte zogen am Sonnabend Reichsbürger um den ehemaligen NPD-Kader Rüdiger Hoffmann vom Stadtschloss zum Reichstag, in mehreren Demonstrationen protestierten Berlinerinnen und Berliner gegen den Aufzug am Tag der Reichspogromnacht. An der Kreuzung Dorotheenstraße/Universitätsstraße blockierten Gegendemonstranten kurzfristig die Straße, im Zuge der Auflösung nahm die Polizei zwei Demonstranten wegen Wiederstand gegen Vollzugsbeamte vorübergehend fest.

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