Feiern zum 4th of July : Feuerwerk und Picknick auf dem Tempelhofer Feld

Die US-Botschaft feiert den Unabhängigkeitstag auf dem Tempelhofer Feld mit geladenen Gästen, das Feuerwerk ist aber für alle zu sehen. Und: Der neue Botschafter wird vorgestellt.

Der Flughafen Tempelhof, ein Traditionsort der US-Amerikaner in Berlin seit der Luftbrücke vor 70 Jahren.
Der Flughafen Tempelhof, ein Traditionsort der US-Amerikaner in Berlin seit der Luftbrücke vor 70 Jahren.Foto: AFP

Rund 4500 Menschen feierten am 4. Juli 2008 die Wiedereröffnung der US-Botschaft auf dem Pariser Platz. Es regnete in Strömen, aber die Stimmung war gut. Der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte sich gerade dafür ausgesprochen, einen neuen Aufbruch in den transatlantischen Beziehungen zu wagen und gemeinsam mit den USA Lösungen für globale Probleme zu suchen.

Abschied von Kent Logsdon

Am Dienstag gab es auf dem Dach der Botschaft einen „Vin d’honneur“, einen Abschiedsempfang für Kent Logsdon und seine Frau Michelle. Als Geschäftsträger hatte der Berufsdiplomat die Zeit zwischen Barack Obamas Botschafter John Emerson und Donald Trumps Botschafter Richard Grenell mit dezenter Präsenz überbrückt. Eine so ziemlich letzte Amtshandlung ist für den heutigen 4. Juli geplant, wenn er den neuen Botschafter und dessen Lebensgefährten Matthew D. Lashey den gut 2000 Gästen des Nationalfeiertags auf dem Tempelhofer Feld vorstellen wird. Geladen sind dort unter anderem alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

Feuerwerk aus Tradition

Logsdons diplomatisches Geschick in schwierigen Zeiten wurde ausführlich gelobt. Geradezu symbolhaft stand zwischen den Honoratioren vom Bundeskanzleramt und vom Bundespräsidialamt ein grauhaariger Gast aus Gifhorn. Es war Karsten Lunkeit, Logsdons Gastbruder während seiner Zeit als Austauschschüler in Deutschland vor 40 Jahren. Solche Graswurzelbeziehungen repräsentieren wohl am besten die Tiefe der Verbindungen zwischen beiden Ländern. George Bushs Botschafter William Timken sagte vor zehn Jahren zur Eröffnung, wenn die Bevölkerung Probleme mit der Politik eines Präsidenten habe, habe sie noch keine Probleme mit dem amerikanischen Volk.

So wird zum Nationalfeiertag am Mittwoch auf dem historischen Boden des Tempelhofer Feldes gemeinsam gepicknickt und ab 22 Uhr Feuerwerk geguckt. Wie es die Tradition verlangt.

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