Felix-Burda-Stiftung in Berlin : Zu jung ist man leider nie

Zum 15. Mal wurden die Felix-Burda-Awards verliehen. Die Gala wirbt für frühzeitige Darmkrebsvorsorge. Jens Spahn offenbarte dabei Persönliches.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke gemeinsam mit der Mutter von Felix Burda, der mit 31 Jahren an Darmkrebs verstarb.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke gemeinsam mit der Mutter von Felix Burda, der mit 31 Jahren an...Foto: Soeren Stache/dpa

„Sie sind zu jung für Darmkrebs.“ Diese Diagnose des Hausarztes kann tödlich sein. Mit eindringlichen Worten appellierte die Gründerin der Felix Burda Stiftung, Christa Maar, am Sonntagabend im Hotel Adlon an die Ärzte, einschlägige Symptome junger Menschen ernst zu nehmen. Eindringlich forderte sie bei der alljährlichen Verleihung der Felix Burda Awards, das Einladungsverfahren zur Vorsorgeuntersuchung endlich zu verbessern.

Auf offene Ohren stieß sie bei Gesundheitsminister Jens Spahn. Der offenbarte in seiner Rede sogar eine besondere Beziehung zur Gala, weil er genau dort vor fünf Jahren seinen Mann Daniel Funke kennengelernt habe. Unabhängig davon setzt er sich aber aus Überzeugung auch entschieden für eine Beschleunigung der Vorsorgeverfahren ein. Felix Burda, der Sohn von Hubert Burda und seiner ersten Frau Christa Maar, starb im Alter von 31 Jahren an der Krankheit, weil sie nicht zeitig genug erkannt worden war.

Den „Ehrenfelix“ bekam eine junge Frau

Den Sonderpreis „Ehrenfelix“, der im Zusammenwirken mit der Siemens-Betriebskrankenkasse und Welt der Wunder TV verliehen wurde, bekam Claudia Neumann, die vor drei Jahren die niederschmetternde Diagnose erhielt. Ihre junge Ehe zerbrach. An diesem Abend trat die 31-jährige strahlend im pfirsichfarbenen Abendkleid auf. Wieder gesund, engagiert sie sich heute ehrenamtlich für die „Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs“. Als Laudatorin hatte die Stiftung die Schauspielerin Alexandra Kamp eingeladen.

Am Anfang im Jahr 2003 schien es unmöglich, das Thema salonfähig zu machen. Seitdem sind etwa 250.000 Neuerkrankungen und 120.000 Todesfälle vermieden worden. Die Gastgeberin dankte langjährigen Unterstützern wie Hans-Reiner Schröder von BMW. Unter anderem Ex-Senator Ulf Fink war dabei und, als Repräsentantin der Preisträger für „Betriebliche Prävention“, Mannheims Bürgermeisterin Felicitas Kubala, in Berlin bekannt aus ihrer Zeit im Abgeordnetenhaus.

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