Fest für Hoffnungsträger : Bundespräsident feiert mit Ehrenamtlichen

Frank-Walter Steinmeier ehrte tausende engagierte Menschen beim Bürgerfest. An diesem Sonnabend sind alle Bürger ins Schloss Bellevue eingeladen.

Elisabeth Binder
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.l.) und seine Frau Elke Büdenbender mit Gästen im Park von Schloss Bellevue.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.l.) und seine Frau Elke Büdenbender mit Gästen im Park von Schloss Bellevue.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Kann man in Zeiten von Klimakrise, Populismus und Konflikten in aller Welt noch ernsthaft „Lust auf Zukunft“ haben? Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist überzeugt: „Gerade in Zeiten des Zweifels wird neue Zuversicht gebraucht.“ Dafür braucht es Ansporn.

Am Freitagabend hatten er und seine Frau Elke Büdenbender rund 4000 engagierte Bürger aus dem ganzen Land im Schloss Bellevue zu Gast, um bei wunderbarem Sommerwetter ein großes Fest zu feiern mit Kindern, Kultur, mit Spielen, Informationen und internationalen Köstlichkeiten: „Gerade, wenn wir zu verzagen drohen, kommt es auf die Beherzten an“, rief er unter Applaus.

Dicht umringt nutzte er einen Rundgang, um noch mehr Menschen persönlich kennenzulernen - auch aus den Partnerländern Finnland und Nordrhein-Westfalen. Die Bandbreite hätte größer kaum sein können. Von Moritz aus Thüringen, der, erst drei Monate alt, wegen der ehrenamtlichen Verdienste seiner Mutter um den Sport dabei sein durfte, bis zu einem 91-jährigen, der sich lange schon für die deutsch-polnische Freundschaft engagiert, reichte das Spektrum. Auch Berlins Ehrenbürgerin Margot Friedländer flanierte durch den Park.

Lob für diejenigen, „die sich nicht wegducken“

Steinmeier nutzte die Gelegenheit, gegen Hass, Beleidigung und Gewalt aufzurufen. Ausgerechnet Ehrenamtliche sind dem oft ausgesetzt, gerade auch Bürgermeister, „die sich nicht wegducken“. Außerdem warb der Bundespräsident für eine ausgeprägte Streitkultur, bei der das bessere Argument zählt und nicht die lautere Parole.

Kurz vor den Wahlen nutzte er zudem die Chance, an die Verantwortung zu erinnern, die jeder hat, der in eine Wahlkabine geht.

Schließlich erinnerte er an die Mutigen, die vor 30 Jahren mit der friedlichen Revolution die Welt verändert haben. Elke Büdenbender sprach mit den Bildungsministerinnen aus NRW und Finnland, Yvonne Gebauer und Li Andersson, über gerechtere Bildungschancen.

Wer noch nicht ehrenamtlich unterwegs ist, kann sich an diesem Sonnabend beim Tag des offenen Schlosses inspirieren lassen. Von 11 bis 19 Uhr sind dort alle willkommen, die schon lange mal den Bundespräsidenten besuchen wollten.

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