Firma der Woche: expertlead : Auftrag sucht Entwickler

Bei expertlead geht es um die besten fünf Prozent. Das Unternehmen vermittelt internationale IT-Experten an Unternehmen.

Expertlead-Gründer Alexander Schlomberg (l.) und Arne Hosemann.
Expertlead-Gründer Alexander Schlomberg (l.) und Arne Hosemann.Foto: promo

Die Berliner Plattform „Expertlead“ vermittelt IT-Experten an Unternehmen und verspricht ihren Kunden nicht weniger als die Crème de la Crème unter den Entwicklern. Wie das gehen soll? „Normalerweise sind Plattformen eher eine Art Treffpunkt – Firmen schreiben, was sie denken zu brauchen und Freelancer bewerben sich auf den Auftrag. Am Ende gibt es dann noch einen Preiskampf nach unten“, erklärt Gründer Arne Hosemann (im Bild rechts).

Bei Expertlead läuft das etwas anders: Die Entwickler, Data Scientists, Produkt- oder Projektmanager und Designer müssen, um es in die Vermittlung zu schaffen, erst eine spezielle Eignungsprüfung bestehen. Dazu gehören neben einem klassischen Interview, indem Erfahrung und Qualifikation abgefragt werden, ein umfangreicher Technik-Test und ein Coding- Testprojekt.

Schließlich überlässt Expertlead auch das Matching – neudeutsch für die Tatsache, das etwas zusammenpasst – nicht dem Zufall. „Die Firmen, die einen IT-Experten suchen, besprechen mit uns das Projekt und wir schlagen dann einen Freelancer vor, der unser code-basiertes Testing bestanden hat und aufgrund seiner technischen Fähigkeiten perfekt passen würde“, sagt Hosemann.

Der Standort ist egal

Damit übernimmt die Plattform quasi die Arbeit, die sonst eine ganze Personalabteilung für das Unternehmen machen müsste. Die Online-Vermittlung verschlankt den meist aufwendigen Bewerbungs-, beziehungsweise Auswahlprozess. Und ganz zeitgemäß bestehen die „neuen Mitarbeiter“ auch nicht auf ein eigenes Büro, kostenlosen Kaffee oder frisches Obst am Arbeitsplatz. Die Technikexperten arbeiten selbstständig und im Homeoffice, beziehungsweise in einem der zahlreichen Coworkingspaces. „So können wir weltweit nach den besten Kandidaten suchen, sagt Hosemann. „Am Ende ist es ja egal, wo der Mensch gerade sitzt – wichtig ist, ob er die Aufgabe bewältigen kann.“

Er und Mitgründer Alexander Schlomberg kennen sich bereits aus Universitätszeiten, gingen nach dem Studium aber erst mal getrennte Wege. Beide haben bei verschiedenen international tätigen Unternehmensberatungen gearbeitet – dort insbesondere Digitalisierungs-Projekte betreut. Dabei sei ihnen immer wieder aufgefallen, dass ein gutes Konzept alleine nicht ausreicht, es stehe und falle mit denen, die die Visionen praktisch umsetzen können. 2018 haben sie Expertlead an den Start gebracht, um künftig Praxis und Theorie schneller zusammenzubringen.

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