Firma der Woche: MyHelpBuddy : Dein Freund und Helfer für den Neustart

Die Plattform "MyHelpBuddy" will den Start in einer neuen Heimat erleichtern. Meist wird Übersetzung gesucht, manchmal auch nur eine helfende Hand.

Die drei MyHelpBuddy-Gründer Aravinth Palaniswamy (l.), Duc Tam Dam und Christina Papke.
Die drei MyHelpBuddy-Gründer Aravinth Palaniswamy (l.), Duc Tam Dam und Christina Papke.Foto: promo

Wer einmal in einem fremden Land eine Amtsstube betreten hat, weiß: Ohne ausreichende Sprachkenntnisse fühlt man sich schnell ausgeliefert. Wie praktisch wäre es, wenn man jetzt einen einheimischer Kumpel an seiner Seite hätte? Das ist der Ansatz der drei Gründer von MyHelpBuddy: Sie bauen online einen Marktplatz auf, der lokale Nutzer mit „Freunden“ aus aller Welt verbindet, um diese bei sämtlichen bürokratischen Angelegenheiten, Kommunikationsschwierigkeiten oder einfach im Haushalt zu unterstützen.

Das Prinzip folgt drei Schritten: Man postet seine spezifische Anfrage auf der Plattform, bekommt eine Antwort von einem verifizierten Buddy und lässt diese Aufgabe von diesem lösen, erklärt Gründer Duc Tam Dam.

Er und seine Mitgründer Aravinth Palaniswamy und Christina Papke waren einst neu in Deutschland und haben den Prozess des Ankommens und die dazugehörigen Herausforderungen durchlebt. Duc Tam Dams Eltern kamen aus Vietnam, Christina Papke wurde in Russland geboren und Aravinth Palaniswamy ist als internationaler Student nach Deutschland gekommen.

„Wir wissen genau, was Expatriate an bürokratischem Aufwand durchleben müssen, um hier arbeiten oder studieren zu können. Es sind immer mehr unserer Freunde und Kollegen, auf uns zu gekommen und haben uns nach Hilfe bezüglich Dokumente und Übersetzungen gefragt. Mit MyHelpBuddy wollen wir Neuankömmlinge mit Locals verbinden, damit sie stressfreier ein neues Leben in einem neuen Land anfangen können“, erklärt Duc Tam Dam.

Sprachkenntnisse müssen nachgewiesen werden

Ein Blick auf die Inserate verrät: Tatsächlich werden überwiegend Dolmetscher in den Großstädten gesucht – der Gang zum Arbeitsamt oder ein Termin beim Bürgeramt sollen begleitet werden. Den Lohn dafür legt der Inserierende selbst fest. Manchmal sind aber auch einfach helfende Hände gefragt, um die neue Küche aufzubauen oder Möbel von A nach B zu transportieren.

Als Buddy kann man sich registrieren lassen und selbst Leistungen anbieten oder eben auf Inserate antworten. Außerdem muss man belegen, weshalb man für bestimmte Tätigkeiten geeignet ist. Wer beispielsweise Hilfe als Übersetzer anbietet, muss einen Nachweis über seine jeweiligen Sprachkenntnisse vorlegen. Außerdem wird anhand der Bewertungen anderer User ersichtlich, ob dieser Buddy für die anstehende Aufgabe qualifiziert ist.

Und weil das bisher so gut ankommt, will das Gründer-Trio das Angebot weiter ausbauen. „Wir sind dabei, uns in eine One-Stop Plattform zu entwickeln, wo nicht nur persönliche Hilfe angeboten wird, sondern auch alles andere, wie Versicherungen, Bankkonten, Wohnungen zum Beispiel“, so Duc Tam Dam.

Für ihr Konzept konnten die drei Gründer sich jüngst eins der begehrten Berliner Start.up-Stipendien sichern. Beim BPW Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2019 belegte MyHelpBuddy den dritten Platz in der Kategorie BPW Canvas.

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