Berlin : Richtigstellung

Richtigstellung zum Artikel "Baugenossenschaft verdrängt Mieter" vom 26. Februar 2018

Im Artikel „Baugenossenschaft verdrängt Mieter“ unter www.tagesspiegel.de haben wir berichtet: „Sein Leben lang schon wohnt Stefan Schwanke in Genossenschaftswohnungen. […]  Doch nun sieht er laufend Umzugswagen vorfahren. Sein Wohnkomplex am Mariendorfer Damm wird energetisch saniert, alle Mieter haben Post bekommen, auch Schwanke.“ Hierzu stellen wir fest, dass bisher kein Mieter wegen des angekündigten Modernisierungszuschlags ausgezogen ist. Jedoch haben mehrere Mieter deswegen ihre Kündigung in Aussicht gestellt.

Wir haben zu der Modernisierungsankündigung gegenüber Herrn Schwanke berichtet: „Mehr als 100 Prozent Mieterhöhung. […] Statt wie bisher 427,82 Euro warm soll Schwanke künftig 886,24 Euro zahlen, mehr als das Doppelte.“ Hierzu stellen wir fest, dass Herr Schwanke bisher seine Heizkosten selber zahlte und in den 886,24 € hierfür zukünftig 59,19 € enthalten sind. Zu der reinen Kaltmiete von 293,82 soll ein Modernisierungszuschlag von ohne Reduzierung zukünftig 379,49 € kommen. 

Wir haben berichtet: „Unterzeichne Schwanke eine Einverständniserklärung für die Inanspruchnahme öffentlicher Mittel, falle die Miete günstiger aus, so die Genossenschaft in dem Brief – dann sind es 605,40 Euro. „Ich habe noch nie gehört, dass eine Förderzusage von der Zustimmung der Mieter abhängig gemacht wurde“, sagt Rechtsanwältin Dams.“ Dazu stellen wir fest: Die energetische Sanierung wird im Quab 2017 Programm der IBB gefördert. Voraussetzung für diese Förderung ist die Zustimmung der Mieter.

Wir schrieben: „Nachbar M. hat auch Post bekommen. „Ich habe auf eigene Kosten eine […] neue Balkontür und Isolierglasfenster eingebaut, alles mit schriftlicher Erlaubnis der Genossenschaft, und jetzt soll das alles herausgerissen werden“, sagt der 60-Jährige. Er bekomme dann im Zuge der energetischen Sanierung schlechtere Fenster und müsse die dann auch noch über die Umlage bezahlen. Für seine 50-Quadratmeter-Wohnung solle er dann 200 Euro monatlich mehr zahlen.“ Hierzu stellen wir fest: Der Wärmedämmwert der neu einzubauenden Fenster ist besser als der der vorhandenen Fenster. Die modernisierungsbedingte Mieterhöhung für eine 50 m² Wohnung beträgt 75 €. Daneben zahlte der Mieter zukünftig an die Baugenossenschaft Heizkosten, die er bisher selber getragen hat. Die Redaktion