• Gemeinsame Sache in Tempelhof-Schöneberg: Offener Kiezgarten mit Aufräumen- und Pflanzaktion

Gemeinsame Sache in Tempelhof-Schöneberg : Offener Kiezgarten mit Aufräumen- und Pflanzaktion

Im Kiezgarten werden auch Kräuter angepflanzt. Später sollen sie in den Kochtöpfen der Besucher landen.

Tim Spark
Der Kiezgarten in der Cherusker Straße in Schöneberg.
Der Kiezgarten in der Cherusker Straße in Schöneberg.Foto: Tim Spark

Winterharte Kräuterpflanzen, Tulpen und Erde stehen bereit. Dazu Schaufeln, Harken und Besen. Die Kinder, die eben noch im in der Sandkiste gespielt haben, schnappen sich die Gartenwerkzeuge und helfen fleißig mit. Denn der Kiezgarten in der Cherusker Straße wird aufgeräumt und neu bepflanzt. Zunächst wird Laub zusammengekehrt und Beete von wuchernden Pflanzen befreit. Dann werden die Tulpen und Kräuter eingepflanzt.

Im Frühjahr darf soll sich jeder an den Kräutern bedienen dürfen. Neben schönen Tulpen und frischen Kräutern soll der Respekt der Kinder vor Pflanzen und der Natur gefördert werden. Tim Spark

Nachbarschaftshilfe im Technik-C@fé

Eine Frau will wissen, wie sie in der App ihres Mobilfunkanbieter ihr Guthaben einsehen kann. Bei einer anderen sind die Einstellungen im Schreibprogramm des Laptops verstellt. Hilfe leisten die Ehrenamtlichen im Technik-C@fe im Stadtteiltreff „Der Nachbar“ in der Cranachstraße 7.

Ruhig gehen sie dem Problem auf dem Grund und erklären Schritt für Schritt, wie das Problem behoben werden kann. Neben dem Smartphone und Laptop sind auch Hilfestellungen im Umgang mit Tablets und Ebook-Reader gefragt. Einige Ehrenamtliche sind Geflüchtete. So ist das Technik-C@fe, dass jeden dritten Mittwoch im Monat stattfindet, nicht nur Nachbarschaftshilfe, sondern auch ein Ort der Begegnung. Tim Spark

Engagement für Rheumapatienten

Vier Helferinnen und Helfer sind am Freitag beim „Gemeinsame Sache“-Aktionstag vor dem Generationenbad der Deutschen Rheumaliga im Einsatz und tun das, „was wir als Verein sonst einfach nicht schaffen würden“, wie es Malte Andersch von der Rheumaliga ausdrückt.

Die Vier befreien Fugen von Unkraut, putzen Fenster, Saugen und haben dabei sichtlich viel Spaß. Der Verein setzt sich für die Teilhabe von rheumaerkrankten Menschen mit einem vielfältigen Angebot ein.

„Wir nennen das die vier B’s: Bewegung, Beratung, Begleitung und Begegnung für, von und mit Rheumaerkrankten, gegen eine soziale Isolation und für ein weitestgehend normales Leben“, so Andersch. Für ihn sind die vier Ehrenamtlichen eine großartige Unterstützung. Niklas Liebetrau

Freiwillige Helfer vor dem Generationenbad der Deutschen Rheumaliga.
Freiwillige Helfer vor dem Generationenbad der Deutschen Rheumaliga.Foto: Niklas Liebetrau

Eine Bauminsel als Sitzgelegenheit

Freiwillige beim Bau einer Bauminsel Sitzgelegenheit in Tempelhof-Schöneberg.
Freiwillige beim Bau einer Bauminsel Sitzgelegenheit in Tempelhof-Schöneberg.Foto: Tim Spark

Vor der Tür des Kindergartens in der Brunhildestraße sollen Sitzgelegenheiten in Form einer Bauminsel entstehen. Bereit liegen Holzbretter- und stützen sowie allerhand Werkzeug.

Zunächst werden aber die Baumscheiben von den Eltern sauber gemacht, dann die Stützen verankert und darauf die Sitzflächen aus Bierbänken geschraubt. Auch die Jüngsten packen mit an und helfen. Die Idee für die Bauminsel ist bei den letzten Freiwilligentagen im Kindergarten entstanden.

Die Sitzgelegenheit soll zum Verweilen für Eltern und Kinder einladen, aber auch für alle anderen. Tim Spark

Lange offene Tafel der Nachbarn in der Cranachstraße

Im Stadtteiltreff Der Nachbar in der Cranachstraße werden Karotten geschält, Kürbisse zubereitet und Pflaumen halbiert. Die Freiwilligen sind Anwohner des Dürerkiezes oder auf das Cranach-Dinner aufmerksam geworden und gekommen.

Die Jüngste ist 23 Jahre alt, die Älteste 94 Jahre. Gemeinsam wird eine Kürbis- und eine Brokkolisuppe gekocht, dazu zwei Pflaumenkuchen gebacken.

Die Kürbisse kommen von Nachbarn aus dem Garten und auch die Pflaumen wurden gespendet. Später wurde dann an einer langen Tafel zusammen gegessen, jeder konnte teilnehmen. Der Kiez konnte sich kennenlernen. Auch eine 14-köpfige inklusive Freizeitgruppe war vor Ort. Tim Spark

Stolpersteinputzen rund um die Stierstraße

Stolpersteinputzen in der Stierstraße in Tempelhof-Schöneberg.
Stolpersteinputzen in der Stierstraße in Tempelhof-Schöneberg.Foto: Tim Spark

Und für sie, die extra von ihrer Firma freigestellt wurden, ist es eine willkommene Unterbrechung vom Arbeitsalltag, mit der man sogar noch etwas Gutes tun kann.

Es wird geschrubbt und poliert. Schon am frühen Morgen sind Mitglieder der Stolpersteininitiative Stierstraße, aber auch Anwohner aus Friedenau und Bekannte, fleißig am putzen. Auch Kinder sind dabei. Nach und nach glänzen die Stolpersteine in der Stierstraße aber auch in den umliegenden Straßen wie der Albestraße oder am Cosimaplatz.

Allein in der Stierstraße sind 57 Stolpersteine verlegt, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Auch die Stolperschwelle in der Stierstraße, die an einen Jüdischen Betraum erinnert, erstrahlt wieder in neuem Glanz.

Die Stolpersteine werden alle zwei Monate geputzt. Auch Schüler der anliegenden Friedrich-Bergius-Schule putzen regelmäßig mit und helfen so der Initiative bei der Pflege. Tim Spark

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