• Gemeinsame Sache in Treptow Köpenick: Die Freiwilligen des Kiezclub lassen Hof und Garten in neuem Glanz erstrahlen

Gemeinsame Sache in Treptow Köpenick : Die Freiwilligen des Kiezclub lassen Hof und Garten in neuem Glanz erstrahlen

Die Sträucher wurden beschnitten und die Fliesen gefegt: Nun ist alles picobello aufgeräumt und lädt wieder zum Verweilen ein.

Sophie Rosenfeld
Ehrenamtliche putzen im Treptower Kunger-Kiez Garten und Hof.
Ehrenamtliche putzen im Treptower Kunger-Kiez Garten und Hof.Foto: Sophie Rosenfeld

„Pünktlich zum Spätsommerstart kommt mit der Bewegung auch der grüne Daumen in den Kiezklub“ - das Motto haben die Ehrenamtlichen im Kunger-Kiez in Treptow mehr als genau genommen. Um 14 Uhr sollte die Putzaktion eigentlich erst beginnen. Die fleißigen Helfer kamen schon vorher. Jetzt strahlen Hof und Garten im neuen Glanz - alles picobello aufgeräumt, die Sträucher beschnitten und die Fliesen gefegt. Zur Stärkung gab es Kartoffelsalat.

Ein halbes Jahr war der Klub geschlossen und die grüne Oase hinter dem Gebäude wurde von der Schule nebenan als Raucherecke genutzt. Jetzt ist alles wieder hübsch, lädt zum Verweilen ein und das Zusammenkommen im Klub ist auch wieder möglich. Sophie Rosenfeld

Frauen-Power-Walk am Müggelsee

„Chapeau - Chapeau“: Mit ihrer Frauen-Power-Walk-Aktion ziehen die Initiatorinnen vom Frauenzentrum Treptow-Köpenick ihren Hut vor allen Frauen, die die Pandemie gemeistert haben.
„Chapeau - Chapeau“: Mit ihrer Frauen-Power-Walk-Aktion ziehen die Initiatorinnen vom Frauenzentrum Treptow-Köpenick ihren Hut vor...Foto:promo

Tolle Stimmung beim Frauen-Power-Walk am Müggelsee - und viele, viele bunte Hüte. Das neue Frauenzentrum Treptow-Köpenick hatte Frauen und Mädchen unter dem Motto: „Chapeau - Chapeau“ eingeladen. In diesem Sinne zogen die Initiatorinnen mit der Aktion ihren Hut vor all den Frauen, die in der Corona Pandemie - aber auch davor - , von Doppel- und Mehrfachbelastungen geprägt, im Beruf und in der Familie immer einen guten Job machen. In den Pausen wurden Stichpunkte gesammelt, die als Forderungen zur Gleichstellung an die Politik weitergereicht werden. Ganz oben auf der Liste steht: „Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit!“ Tsp

Baumscheibenfest im Kungerkiez

Ricky Stroheckert, Luigi Lauer und Katrin Wegner von der Kiezini.
Ricky Stroheckert, Luigi Lauer und Katrin Wegner von der Kiezini.Foto: Corinna von Bodisco

Wer hat die schönste Scheibe im Kungerkiez? Bereits zum achten Mal wird der schönste Kleingarten vor der Haustür gekürt. Das Baumscheibenfest ist aber keineswegs ein spießiges Kleingartenfest – es wird ehrenamtlich von vielen Nachbarn gestaltet. Vor die Tür wird gestellt, was Spaß macht: Flohmarkt, Waffeln, Siebdruck, Kiezhonig. Musik für den „Tanz um die Baumscheibe“ gibt es auch.

Zwar hätten dieses Jahr nicht so viele Nachbarn wie sonst Beete zum Wettbewerb angemeldet, da die Planungsphase wegen Corona kürzer und spontaner war, sagt Katrin Wegner von der Kunger-Kiez-Initiative, die das Fest ausrichtet. Die Nachbarn bepflanzten ihre Scheiben aber trotzdem die ganze Saison über.

Dieses Jahr nutzen sie außerdem das Fest für eine Spielstraßen-Demo. Die Anfrage an das Bezirksamt sei wegen einer „Überversorgung mit Spielplätzen“ abgelehnt worden. Damit ist ein Großteil der Nachbarschaft aber nicht einverstanden. Corinna von Bodisco

Poeten pflegen den Garten

In der Hasselwerder Villa in Niederschöneweide läuft seit Mai 2014 das Projekt „moving poets Novilla“.
In der Hasselwerder Villa in Niederschöneweide läuft seit Mai 2014 das Projekt „moving poets Novilla“.Foto: Sophie Rosenfeld

Direkt an der Spree, ungefähr zehn Minuten vom Ostkreuz und S- und U-Bahnhof Neukölln entfernt, liegt in der Hasselwerder Straße 22 in Niederschöneweide die Hasselwerder Villa. Seit Mai 2014 läuft dort das „moving poets Novilla“-Projekt. Die Villa fungiert als internationales Zentrum für Kunst, Kreativität und Begegnung.

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Der Garten der Novilla wird auch von vielen Nachbarinnen und Nachbarn genutzt: zum picknicken, entspannen, feiern, als Flohmarkt oder für Versammlungen. Das von den Nachbar*innen zum Teil selbst gebaute Mobilar und der Pflanzenreichtum brauchten wieder mal Pflege: Heute wurden Bäume beschnitten, Hecken gestutzt und Sitzbänke geölt.

So wurde die Villa wieder zu einem lebendigen Ort für die nächste internationale Besucherrunde und die Nachbarn. Sophie Rosenfeld

Einblicke in das Bahnbetriebswerk Schöneweide

Die Internationale Jugendbauhütte und der Verein Dampflokfreunde Berlin luden ein, einen Blick hinter die Kulissen des Betriebsbahnhofs Schöneweide zu werfen.
Die Internationale Jugendbauhütte und der Verein Dampflokfreunde Berlin luden ein, einen Blick hinter die Kulissen des...Foto: Sophie Rosenfeld

Die Internationale Jugendbauhütte und der Verein Dampflokfreunde Berlin luden ein, einen Blick in die nostalgischen Züge „wie zu Großvaters Zeiten“ zu werfen. Das Bahnbetriebswerk Schöneweide ist die letzte nahezu vollständig erhaltene Lokschuppenanlage in Berlin und Brandenburg und dient bis heute der Instandhaltung von Loks und Wagen.

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Durch ihr ehrenamtliches Engagement hatten heute nicht nur technisch-historisch Interessierte die Gelegenheit, mehr über die Eisenbahngeschichte zu lernen: über den Lokschuppen, die Drehscheibe und den Wasserturm. Letzterer wird gerade erneuert und soll in Zukunft herausgeputzt neue Besucher anlocken.

Neben Führungen und Infoständen wurde draußen mit frisch gebratenen Würstchen für das leibliche Wohl gesorgt. Es ist viel geplant und soll bis 2025 umgesetzt werden. Sophie Rosenfeld

Stolpersteine putzen

Das Projekt Begegnung/Haus der Jugend-Café in Köpenick hatten zum Stolpersteinputzen aufgerufen. Das Projekt hat seinen Sitz im Café und organisiert dort und auch bezirksübergreifend Veranstaltungen und Projekte im Rahmen politischer Bildung. Außerdem engagieren sie sich gemeinsam mit anderen Jugendeinrichtungen für Vielfalt und Respekt.

Acht Freiwillige kamen zusammen, um in der Siedlung Elsengrund die Stolpersteine von Familie Mirauer, Johannes Stelling, Paul von Essen, Götz Kilian und Familie Kohn zu reinigen. Sophie Rosenfeld

Repair-Café in Treptow

Das Café „Grenzenlos“ ist ein Ort gegen die Wegwerfkultur.
Das Café „Grenzenlos“ ist ein Ort gegen die Wegwerfkultur.Foto: Sophie Rosenfeld

Das Café „Grenzenlos“ ist ein gemütlicher Ort zum Kaffee trinken, Kuchen essen in Treptow. Regelmäßig aber wird das Café ein Ort gegen die Wegwerfkultur. Das Café wird zum „Repair Café“, zur Werkstatt für die kleine Dinge des täglichen Lebens. Wenn ein Küchengerät kaputt ist oder der CD-Player nicht mehr funktioniert, wird hier im Café mit viel Werkzeug und Material getüftelt, repariert oder handwerkliches Wissen weitergeben.

[Wer noch mehr über ehrenamtliches Engagement in Berlin erfahren will: Der Tagesspiegel-Newsletter Ehrensache erscheint monatlich, immer am zweiten Mittwoch. Hier kostenlos anmelden:ehrensache.tagesspiegel.de]

Um defekte Geräte wieder in Gang zu bekommen, gibt es im „Grenzenlos“ keine Grenzen. Am Aktionstag kamen Helfer*innen aus dem Kiez, aber auch Besucher aus England und Italien vorbei. Wer möchte: An jedem zweiten Freitag im Monat von 16-19 Uhr kann jeder kommen, um mit Liebe zum Detail Hand anzulegen. Sophie Rosenfeld

Rund ums Nähen in Köpenick

Nähen, Häkeln, Stricken, Sticken: Auf dem Parkplatz am Müggelschlößchenweg in Köpenick ging es richtig zur Sache - und ans Garn. Beim Kreativ- und Repaircafé des Nachbarschaftszentrum BENN wurde aus alter Kleidung und Stoffresten mit Kreativität und Fingerspitzengefühl etwas Neues geschaffen. Sophie Rosenfeld

Impact-Camp

Am 12.09. fand das ImpactCamp statt. Ein digitales Barcamp für junge Menschen ab 15 Jahren, welches von der Berlin ImpactCrew organisiert wurde. Die ImpactCrew ist ein Zusammenschluss von fünf Berliner Freiwilligenagenturen: Sternenfischer Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick, der FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf, dem Ehrenamtsbüro Tempelhof-Schöneberg, Junges Engagement aus Charlottenburg-Wilmersdorf und die oskar I freiwilligenagentur lichtenberg. Sie eint das Ziel junge Menschen für freiwillige Tätigkeiten zu begeistern und ihnen einen Zugang zu vielfältigem Engagement zu ermöglichen. Am ImpactCamp nahmen 30 Menschen teil. Sie tauschten sich drei Stunden lang zu Engagement in Schule, Vereinen, in sozialen Bewegungen sowie in Kinder- und Jugendparlamenten aus. Im Anschluss gab es ein Livestream von Schüler*innenbands aus Tempelhof-Schöneberg. Jenny Stiebitz

Hallo Baby - Willkommenstüten im Nachbarschaftszentrum Friedrichshagen
Hallo Baby - Willkommenstüten im Nachbarschaftszentrum FriedrichshagenFoto: Paul Duwe

"Hallo Baby" in Friedrichshagen

Sorgfältig haben Dana Moser von der Stephanus-Stiftung und die Ehrenamtlichen Sabine Baer und Anja Martens kleine Stapel mit gespendeten Babysachen im alten Rathaus von Friedrichshagen an der Bölschestraße aufgereiht. Als bunte Willkommenstütchen gehen sie in den nächsten Tagen an junge Mütter in Köpenick. „Hallo Baby“ – so heißt diese Aktion in dem Nachbarschaftszentrum. Bei der Verteilung der Geschenke an sozial benachteiligte Familien im Bezirk hilft die Babylotsin am Krankenhaus Köpenick. Anja Martens ist gern bei den Freiwilligentagen dabei: „Ich wohne schräg gegenüber und kann hier im Zentrum zum Beispiel auch andere Eltern kennenlernen.“ Bei Facebook hat sie von der Aktion erfahren und gleich zugesagt. Sabine Baer ist beim Freiwilligenzentrum Sternenfischer gemeldet. „Ich möchte gern ehrenamtlich etwas machen. Und ich will nach meinem Berufsleben etwas wiedergeben, indem ich anderen helfen.“ Du

Das Rabenhaus Köpenick baut und bepflanzt Hochbeete
Das Rabenhaus Köpenick baut und bepflanzt HochbeeteFoto: Gerd Nowakowski

Rabenhaus in Köpenick

Salbei, Majoran, Thymian oder Petersilie – alles hat nun einen Platz in den neuen Hochbeeten im Hof des „Rabenhaus“ in Köpenick. Den Namen hat es noch aus DDR-Zeiten, als die unabhängige Initiative in der Straße „Zu den sieben Raben“ residierte und unter anderem Jazz-Konzerte veranstaltete, wie Chefin Miriam Ehbets erzählt. Heute ist das „Rabenhaus“ ein kleines, aber sehr aktives Nachbarschaftshaus, dass sich um die Bedürfnisse der Menschen im Kiez kümmert und sie vernetzt – mit Familienarbeit, Schülerclub, Köpenicker Salon, Rabentheater. Willkommenskultur wird groß geschrieben; beim Bau der hölzernen Hochbeete sind unter den Ehrenamtlichen auch mehrere Neu-Berliner dabei. Auch Sozialsenatorin Elke Breitenbach ist gekommen, schleppt Sandsäcke und setzt Kräuter in die frische Erde. Damit Nachbarschaft weiter wachsen kann. gn

Kiezclub Vital in Friedrichshagen
Kiezclub Vital in FriedrichshagenFoto: Paul Duwe

 

Kiezclub Vital in Köpenick

Da kam Anke Westphal, die Leiterin im Kiezklub Vital am Myliusgarten an der Bölschestraße, ganz schön ins Schwitzen. Mit zehn Ehrenamtlichen zog sie die letzten Wurzeln aus einem etwa 25 Quadratmeter großen verrotteten Sandstreifen hinter dem Nachbarschaftszentrum in Friedrichshagen. Seit Montag arbeitet die Gruppe an der Rekultivierung im Garten hinter dem Haus. „Hier war ganz schön viel Unkraut. Da musste mal was gemacht werden“, erzählt Anke Westphal. Schon am Montag wurden in einer Gärtnerei in Rahnsdorf Stauden, Chrysanthemen, Astern und Blumenzwiebeln gekauft. Baufachkundige Männer setzten Kantsteine. Zwei Kubikmeter Mutterboden kommen in diesen Tagen auf das neue Beet. Derweil wird der alte vertrocknete Sand in zwei Schuttcontainern weggeschafft. Das kleine Gartenparadies soll für die Besucher im Kiezklub, speziell für die Gruppen, die sich im Freien treffen, eine wahre Freude sein. Du

 

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