Germania-Insolvenz : Für Reisende platzte ein Urlaub, für Zeynab ein Traum

Eine junge Frau will nach elf Jahren endlich wieder ihre Mutter in Teheran besuchen. Einen Tag vor der Germania-Pleite kauft sie ein Ticket. Aus dem Checkpoint.

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Germania steht auf dem Rollfeld.
Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Germania steht auf dem Rollfeld.Foto: Daniel Karmann / dpa

Die Germania-Pleite am Beispiel von Zeynab: Die junge Iranerin hat sich als 450-Euro-Jobberin in einem Berliner Kreißsaal hochgearbeitet und kann im April ihre Hebammen-Ausbildung beginnen. Zuvor aber wollte sie noch mit ihrer kleinen Tochter zum ersten Mal nach 11 Jahren ihre Mutter in Teheran treffen, für das Ticket (780 Euro), einen Tag vor der Insolvenz gekauft, hatte sie lange gespart.

Dann der Absturz - für manche Germania-Kunden platzte ein Urlaub, für Zeynab platzte ein Traum. In einer Mail an den Checkpoint schreibt ihre Mentorin: "Heute ist sie daran fast zerbrochen. Das Hebammenteam möchte gerne helfen, aber Hebammen sind selbst in der unteren Gehaltsklasse. Es ist so traurig und ich hoffe es gibt noch eine Idee, ihr diese Reise zu ermöglichen!"

Das Team Checkpoint legt für Zeynab zusammen – wenn Sie mithelfen wollen: checkpoint@tagesspiegel.de.

Diesen Beitrag haben wir dem heutigen "Checkpoint" entnommen. Den morgendlichen Newsletter vom Team um Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt können Sie hier kostenlos bestellen: checkpoint.tagesspiegel.de.

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