• Getötete Radfahrerin in Berlin: Unfallstelle am Alexanderplatz war Behörden als gefährlich bekannt

Getötete Radfahrerin : Unfallstelle am Alexanderplatz war Behörden als gefährlich bekannt

Am Mittwoch wurde eine Radfahrerin von einem Lkw getötet. Dabei gab es schon mehrfach Hinweise auf die Gefahren durch gemeinsame Grünphasen an der Kreuzung.

Immer mehr Geisterfahrräder erinnern in Berlin an getötete Radfahrerinnen und Radfahrer.
Immer mehr Geisterfahrräder erinnern in Berlin an getötete Radfahrerinnen und Radfahrer.Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa

Der Unfall, bei dem am Alexanderplatz ein abbiegender Lkw-Fahrer eine 37-jährige Radfahrerin überrollt hat, ist auch deshalb besonders furchtbar, weil er so absehbar war. Im August 2016 wies Tagesspiegel-Leser Hendrik H. die Polizei auf die haarsträubende Gefährdung der Radler bei praktisch jeder (gemeinsamen) Grünphase hin.

Ein Beamter bestätigte den Befund, berichtete von regelmäßigen Kontrollen und von Ortsterminen der theoretisch Zuständigen, bei denen „auch die (Wieder-) Inbetriebnahme der Abbiegesignalisierung“ besprochen worden sei. Nur sei „ein solcher Vorgang nicht ganz so einfach, wie es für Unbeteiligte vielleicht anmuten mag“.

2017 monierte Herr H., dass sich noch immer nichts getan habe. Die Polizei verwies ihn nun an Verkehrsverwaltung und Bezirksamt. Der Rest ist bekannt – und möge denen, die die Gefahr hätten beseitigen können, den Schlaf rauben.

Diesen Text haben wir dem neuen Tagesspiegel-"Checkpoint" entnommen. Den morgendlichen Newsletter vom Team um Chefredakteur Lorenz Maroldt können Sie komplett lesen und unkompliziert bestellen unter checkpoint.tagesspiegel.de

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