Hilfe für bedürftige Tierhalter : Tiertafel zieht nach Lichtenberg

Der Umzug in die Nähe des S-Bahnhofs Hohenschönhausen ist für den Sommer geplant. Am alten Standort soll ein Kieztreff entstehen.

Die Tiertafel kauft Tierfutter, das an bedürftige Tierhalter verteilt wird.
Die Tiertafel kauft Tierfutter, das an bedürftige Tierhalter verteilt wird.Foto: Markus Scholz/dpa

Die Tiertafel hat einen neuen Standort gefunden und verlässt dafür den Bezirk Treptow-Köpenick in Richtung Lichtenberg. Einen entsprechenden Bericht der Berliner Morgenpost bestätigte Tiertafel-Chefin Linda Oldenburg. In unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Hohenschönhausen gebe es das Angebot kommunaler Räume, verwaltet von der Berliner Immo-Tochter BIM, sagte Oldenburg. Die Verhandlungen über die Mietkonditionen sollen im nächsten Jahr erfolgen, der Umzug ist für den Sommer vorgesehen.

Vor Kurzem hatte der Bürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel, den Mietvertrag für den Standort der Tiertafel an der Mörikestraße 15 in Baumschulenweg noch einmal bis Ende 2019 verlängert. Die Ausgabestelle für Tierfutter und andere Sachspenden ist dort seit 2008 in einer alten Baracke untergebracht, die abgerissen werden soll. Der Bezirk plant einen Neubau für einen Kieztreff auf dem Grundstück.

„Es kommen viele Rollstuhlfahrer zu uns“

Das Angebot der BIM sei auf Vermittlung des Senats zustande gekommen. Die Tiertafel hatte sich in einer Petition an die Landesregierung gewandt. Die ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiter hätten lieber einen zentraleren Standort in Ringbahnnähe gehabt, „aus Mangel an Alternativen“ habe man sich aber für Hohenschönhausen entschieden. Der S-Bahnhof sei immerhin an die Regionalbahn angeschlossen und genau wie die neue Unterkunft barrierefrei, sagte Oldenburg, „es kommen viele Rollstuhlfahrer zu uns“.

Die Tiertafel finanziert sich über private Spenden und kauft Tierfutter, das alle 14 Tage an bedürftige Tierhalter verteilt wird. Bis zu 4,5 Tonnen Futter werden jedes Mal an 250 bis 300 Menschen ausgegeben, in der Adventszeit kommen deutlich mehr, weil die Tafel dann vier Wochen lang schließt. Und weil „viele, die übers Jahr so hinkommen mit ihrem Geld, dann lieber Geschenke kaufen“, erzählt Oldenburg. Auch die Berichterstattung wegen der Suche nach neuen Räumen hat der Tafel neue Kundschaft beschert. Die nächste Futterausgabe ist am 1. Dezember ab 11 Uhr.

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