Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Der wissenschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Sebastian Czaja , wollte wissen, wie viel Zuwendungen die Studentenvertretungen, also die Asten, aus den Immatrikulationsgebühren in Berlin erhalten. So bekam er von Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) eine detaillierte Auflistung. Demnach verfügt der Asta der Technischen Universität über ein Jahresbudget von 468 400 Euro, der Asta der Humboldt-Uni hat einen Jahresetat von 454 500 Euro. Am besten steht die Studentenvertretung der Freien Universität da, die 585 000 Euro Jahresbeiträge erhält. Czaja forschte im Internet nach den Tätigkeitsbereichen der Asten und stolperte beim Link des Asta der FU über folgende Textpassage: „Harvard, Stanford, Oxford – das sind die Bildungsleuchttürme der USA.“ Der FU-Asta solle darüber nachdenken, ob er weiterhin gegen Studiengebühren sei, meint Czaja. „Das bisherige System scheint zumindest in Sachen Geographiekenntnissen nichts gebracht zu haben“, frotzelt der Liberale. Oxford liegt in Großbritannien.

In seiner Funktion als Vizepräsident des Abgeordnetenhauses war Uwe Lehmann-Brauns (CDU) am Donnerstag zu Gast bei der Vorstellung der Bewerbungskampagne für die Fußball-WM der Frauen 2011. Der Kulturpolitiker ärgerte sich auf dieser Veranstaltung über die Wortwahl mancher Funktionäre des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Bei einigen sei es offenbar ausgemachte Sache, dass Eröffnungs- und Endspiel in Frankfurt stattfinden werden, sollte Deutschland Austragungsort werden, sagte er. Lehmann- Brauns, der sich schon vor dem Mauerfall für die Entwicklung der Ost-West-Beziehungen interessiert hatte, empfand die Debatte am Donnerstag als „hausgemachte Westrepublik-Sache“. Immerhin hätten DFB-Funktionäre schon einmal von den Orten Frankfurt am Main und Frankfurt/Oder hören müssen. Der DFB gelobte nach einer Ermahnung des CDU-Politikers Besserung. Sabine Beikler

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