• „Ich bin weiß Gott kein Freund der Linken“: Brandenburgs CDU-Landeschef will nicht mit Linken zusammenarbeiten

„Ich bin weiß Gott kein Freund der Linken“ : Brandenburgs CDU-Landeschef will nicht mit Linken zusammenarbeiten

Es gebe keine ausreichenden Schnittmengen zwischen den Parteien, findet Michael Stübgen. Auch die Thüringer CDU hatte eine Zusammenarbeit ausgeschlossen.

Michael Stübgen, kommissarischer Landesvorsitzender der CDU Brandenburg, spricht mit den Journalisten vor Beginn der Koalitionsverhandlungen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU zum Thema Finanzen.
Michael Stübgen, kommissarischer Landesvorsitzender der CDU Brandenburg, spricht mit den Journalisten vor Beginn der...Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Brandenburgs kommissarischer CDU-Landeschef Michael Stübgen sieht keine Basis für eine Zusammenarbeit seiner Partei mit der Linken. „Ich bin weiß Gott kein Freund der Linken. Ich sehe keine ausreichenden Schnittmengen zwischen uns“, sagte Stübgen der „Märkischen Allgemeinen“ aus Potsdam (Freitag). „Auch wenn die Linke inzwischen - anders als die AfD - eine demokratische Partei ist, die gezeigt hat, dass sie Regierungsverantwortung übernehmen kann und grundsätzlich auf dem Boden der Verfassung steht.“ Die Diskussion über eine Zusammenarbeit der CDU mit der Linken war nach der Landtagswahl in Thüringen hochgekocht.

Die Thüringer CDU schloss eine Koalition, Tolerierung oder Duldung einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung unter Linke-Regierungschef Bodo Ramelow aus. Die CDU war bei der Wahl in Thüringen abgestürzt, auch bei der Wahl in Brandenburg hatte sie im September Einbußen erlitten. Der frühere Brandenburger CDU-Landeschef Ingo Senftleben hatte im vergangenen Jahr eine Diskussion über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen CDU und Linken angestoßen. Er trat nach einem innerparteilichen Machtkampf nach der Wahl zurück.

Stübgen, der beim CDU-Landesparteitag am 16. November für den Landesvorsitz kandidieren will, setzt auf Geschlossenheit. „Mein Ziel als Parteichef ist es, dass wir uns nicht öffentlich streiten“, sagte er der Zeitung. „Ich will alle einbinden.“ Streit sei manchmal nötig, er müsse sich aber immer auf Inhalte konzentrieren und nicht gegen Personen richten. (dpa)

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