Imagefilm : Erster Clip zur Brandenburg-Kampagne veröffentlicht

Der erste Film der neuen Brandenburg-Kampagne ist im Netz – eine überarbeitete Version. Auch Dietmar Woidke gibt jetzt sein Okay.

Einfach Brandenburg. Szene des Videos, das jetzt veröffentlicht wurde.
Einfach Brandenburg. Szene des Videos, das jetzt veröffentlicht wurde.Screenshot: Tsp

Film ab! Am Dienstag hat die Brandenburgische Staatskanzlei auf der Landeshomepage einen ersten Film der Kampagne veröffentlicht, deren Slogan „Brandenburg. Es kann so einfach sein“ im Land auf Skepsis gestoßen war. Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und sein rot-rotes Kabinett waren nicht begeistert: Im ersten Anlauf war das Video noch durchgefallen.

Doch nun fand der überarbeitete Film, den die für die Kampagne verantwortliche Agentur Scholz & Friends produzierte, die Zustimmung der Regierung. Woidke äußerte sich erstmals und positiv zu der Kampagne. Tatsächlich könnte, so auch die Einschätzung im Kabinett, die überarbeitete Fassung auch im Lande durchaus Zuspruch finden und jetzt das Lebensgefühl der Leute treffen. Schon der Einstieg des eineinhalbminütigen Streifens soll die Einordnung klarmachen, Missdeutungen ausschließen: Gezeigt wird ein See, dazu die Stimme aus dem Off: „Einfach. Wann haben wir eigentlich einfach verlernt?“ Begleitet von düsteren Metropolen-Szenen in Schwarz-Weiß – Berlin wird nicht genannt– folgen Sätze wie diese: „Einfach machen – statt ewig zu planen.

Einfach vorbeikommen statt ewig zu chatten. Einfach die Tür auflassen, sperrangelweit.“ Und: „Einfach auf die Straße gehen, ohne das Gefühl, in den Krieg zu ziehen.“ Einfach mal machen können, was man will? Das – Schnitt, jetzt Farbaufnahmen – könne man an einem Ort, „wo einfach nicht weniger bedeutet, sondern mehr“. Und das ist natürlich Brandenburg: „Einfach aufwachsen.“ Nächste Szene. „Einfach durchstarten.“ „Einfach anpacken.“ „Einfach leben.“

Die Kampagne soll am 1. Mai starten

Die Veröffentlichung des immer noch durchaus provokanten Teaservideos auf der Homepage der Senatskanzlei und in sozialen Netzwerken, sagt  Regierungssprecher Florian Engels, solle „ein Appetithappen“ sein; nämlich neugierig auf die eigentliche Landeskampagne machen, die wie geplant am 1. Mai starten soll.

Nach dem verpatzten Start hat die Staatskanzlei damit die selbst verursachte Krise entschärft. Um die nicht einmal mit der Brandenburger Tourismusagentur (TMB) oder dem Wirtschaftsministerium abgestimmte Veröffentlichung des Slogans in der vergangenen Woche hatte es in der Regierung heftigen Streit gegeben. Auch Tourismuschef Dieter Hütter hatte sich für „Anpassungen“ stark gemacht. Wie berichtet, hatte eine Umfrage ergeben, dass in Deutschland kaum einer Brandenburg kennt. „Den Slogan finde ich gut“, sagte Woidke nun. „Er drückt vieles aus, auch märkische Bodenständigkeit. Und dass bei uns vieles einfach möglich ist.“

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