Ist die groß geworden! : Eisbärenkind Hertha wiegt schon 85 Kilogramm

Im März wog sie noch zarte 15 Kilo, jetzt bringt das Eisbärenjunge bereits so viel auf die Waage wie ein Erwachsener – und hat die kritische Phase überstanden.

Anja Sokolow
September 2019: Eisbärenkind Hertha spielt in ihrem Gehege im Tierpark im Wasser.
September 2019: Eisbärenkind Hertha spielt in ihrem Gehege im Tierpark im Wasser.Foto: Paul Zinken/dpa

Während viele Berliner Tierfans gespannt jede Regung der neugeborenen Panda-Zwillinge im Zoo verfolgen, mausert sich im Tierpark im Osten der Stadt Eisbärenmädchen Hertha weiter: „Mittlerweile wiegt Hertha gute 85 Kilogramm und hat definitiv das Temperament eines richtigen Eisbärkindes“, sagt Bären-Kurator Florian Sicks.

Erste Erkundungstour der kleinen Eisbärin im Tierpark
Ist die groß geworden! Eisbärkind Hertha beim Spielen im Tierpark im September 2019.Weitere Bilder anzeigen
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17.03.2019 07:06Ist die groß geworden! Eisbärkind Hertha beim Spielen im Tierpark im September 2019.

Hertha fresse schon größere Portionen Fleisch und Fisch. „Von Gemüse ist sie – im Gegensatz zur ihrer Mutter – bisher nicht so angetan“, so Sicks. Regelmäßig werde Hertha aber auch noch von ihrer Mutter Tonja mit nahrhafter Muttermilch versorgt.

Die kritische Phase habe das neun Monate alte Eisbärenkind laut Sicks gut überstanden. Mutter Tonja hatte in den beiden vergangenen Jahren jeweils Zwillinge zur Welt gebracht. 2017 überlebte zunächst nur Eisbärensohn Fritz. Mit vier Monaten starb er jedoch an einer Leberentzündung.

Auch 2018 überlebte zunächst nur ein Zwilling. Doch das Eisbärenmädchen wurde nur knapp einen Monat alt. Eisbären werden sehr unreif geboren, so winzig wie Meerschweinchen, taub und blind. Auch in freier Natur überlebt nur die Hälfte der Jungen.

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„Viele Besucher haben das Eisbärkind in ihr Herz geschlossen und steuern gezielt die Eisbär-Anlage an“, berichtet Sprecherin Katharina Marie Sperling. Der Tierpark verzeichne in diesem Jahr einen Anstieg der Besucherzahlen. „Neben der kleinen Eisbärin haben das angenehme Frühjahr und die nicht ganz so langen Hitzeperioden im Sommer sicherlich dazu beigetragen“, so Sperling. Genaue Zahlen sollen aber Anfang 2020 veröffentlicht werden.

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