Jugendliche Gewalttäter : CDU fordert härtere Sanktionen

Die Berliner CDU verlangt härtere Sanktionen gegen jugendliche Gewalttäter. Die Partei will die Höchststrafe von zehn auf 15 Jahre verlängern und das Alter der Strafmündigkeit auf zwölf Jahre senken.

Berlin - Auf die Qualität der Gewalt müsse man entschieden reagieren, sagte der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Frank Henkel, im RBB-Inforadio. Seine Fraktion halte ein konsequentes Durchgreifen der Justiz für erforderlich. Dabei setze die CDU unter anderem darauf, hochgradig gefährdete kriminelle Jugendliche in geschlossenen Heimen unterzubringen und die Höchststrafe für Heranwachsende im Jugendstrafrecht bei besonders schweren Straftaten von 10 auf 15 Jahre anzuheben, fügte Henkel hinzu.

Das Erwachsenenstrafrecht müsse als Regelfall auf Heranwachsende angewendet werden. Dazu fordere die CDU die Absenkung der Strafmündigkeit von 14 auf 12 Jahre, unterstrich Henkel. Nötig sei ein Mix aus Repression und Prävention. Beide Elemente müssten gleichrangig behandelt werden. "Es darf nicht so sein, dass wir dem Präventionsgedanken 70 Prozent einräumen und dem Repressionsgedanken 30 Prozent", betonte Henkel. (tso/ddp)

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