Jugendzentrum in Kopenhagen : Spontandemo gegen "Ungdomshuset"-Räumung

Rund 100 Linke haben bei einer Spontandemonstration in Berlin-Friedrichshain gegen die Räumung des "Ungdomshuset" in Kopenhagen protestiert. Vermummte zogen zum Boxhagener Platz.

Berlin - Aus dem Demonstrationszug heraus wurden durch Steinwürfe zwei Fensterscheiben eines Lebensmittelmarktes in der Rigaer Straße beschädigt, wie ein Polizeisprecher sagte.

Die Spontandemonstration hatte sich laut Augenzeugen nach einem Konzert in der Rigaer Straße gebildet. Die Teilnehmer zogen teils vermummt zum Boxhagener Platz und über die Frankfurter Allee zurück in die Rigaer Straße. Dabei skandierten sie: "Wir sind alle Ungdomshuset". Der Protestmarsch löste sich vor Eintreffen der Polizei nach etwa 20 Minuten auf.

Bei der Räumung des alternativen Wohnprojekts "Ungdomshuset" in Kopenhagen war es am Donnerstag vergangener Woche zu Straßenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. Nach den Vorfällen kam es auch in deutschen Städten zu Demonstrationen und Krawallen. In Potsdam nahmen an einer Spontandemo etwa 100 Linke teil. Am Montagmorgen wurde laut Medienberichten mit dem Abriss des geräumten Jugendzentrums begonnen. (tso/ddp)

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