• Kette vom Hermannplatz bis zum Kottbussertor: 1000 Menschen wollen in Berlin für Menschenrechte in Belarus demonstrieren

Kette vom Hermannplatz bis zum Kottbussertor : 1000 Menschen wollen in Berlin für Menschenrechte in Belarus demonstrieren

Dutzende Demonstrationen finden am Wochenende statt. Neben dem Belarus-Protest wird auch Extinction Rebellion protestieren.

Viktoria steht mit der Fahne von Belarus auf dem Potsdamer Platz. Dort demonstrierten mehr als 100 Menschen gegen die Verletzung der Menschenrechte in Belarus - am Wochenende sollen es 1000 werden.
Viktoria steht mit der Fahne von Belarus auf dem Potsdamer Platz. Dort demonstrierten mehr als 100 Menschen gegen die Verletzung...Foto: Paul Zinken/dpa

Aktivistinnen und Aktivisten wollen am Wochenende in Berlin für Menschenrechte in Belarus demonstrieren. So sei am Samstag eine Fahrraddemonstration geplant, die am Brandenburger Tor starten und enden soll, sagte ein Polizeisprecher am Freitag auf Nachfrage.

Am Sonntag habe derselbe Veranstalter eine Menschenkette vom Hermannplatz zum Kottbusser Tor mit etwa 1000 Teilnehmern angemeldet. Beginn sei jeweils um 16 Uhr. In dem Aufruf zu der Demonstration auf Facebook hieß es, die Teilnehmer sollten Blumen sowie weiße und rote Luftballons mitbringen. Auch für München wurde auf Facebook zu einer Menschenkette aufgerufen.

Erst Mitte der Woche war bekannt geworden, dass ein dritter Demonstrant in dem osteuropäischen Land

In der Hauptstadt finden am Wochenende auch Dutzende weitere Kundgebungen statt: So kommen etwa am Samstag die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion zum Brandenburger Tor, um am „Global Earth Overshoot Day“ gegen Ressourcenverschwendung zu protestieren.

Das „Global Footprint Network“ berechnet jeweils den Tag, an dem die Ressourcen für das laufende Jahr erschöpft sind. In diesem Jahr ist das der 22. August 2020 - wegen der Corona-Pandemie drei Wochen später als im vergangenen Jahr.

Feier für Umbenennung der Mohrenstraße

Am Sonntag gibt es auf dem Hausvogteiplatz in Mitte ein „Straßenumbenennungsfest“. Die Aktivisten des Bündnisses Decolonize Berlin kritisieren den Namen der Berliner Mohrenstraße seit Langem als rassistisch. Nun werten sie den jüngsten Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte als Erfolg.

Das Kommunalparlament hatte das Bezirksamt am Donnerstag aufgefordert, die Straße künftig nach dem ersten Gelehrten afrikanischer Herkunft an einer preußischen Universität, Anton Wilhelm Amo, zu benennen.

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Gegen die Corona-Maßnahmen gibt es laut Polizei nur einen Protest an diesem Wochenende. Zu dem Aufzug am Samstagnachmittag seien 50 Teilnehmer angemeldet.

Erst am kommenden Wochenende wollen wieder tausende gemeinsam mit Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen gegen die Corona-Maßnahmen. Mehr als 20.000 Menschen haben die Veranstalter laut Polizei angemeldet. (jb/dpa)

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