Kitas in Berlin : Verdi ruft AWO-Beschäftigte zum Warnstreik auf

Die rund 1800 AWO-Erzieherinnen und Erzieher sind an drei Tagen dazu aufgerufen, in den Ausstand zu gehen. Verdi fordert Angleichung auf TV-L-Niveau.

Einige Kitas könnten während des AWO-Streiks geschlossen bleiben.
Einige Kitas könnten während des AWO-Streiks geschlossen bleiben.Foto: Rainer Jensen/dpa

Erneut soll es einen Warnstreik bei Berlins Kita-Beschäftigten geben: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft alle Beschäftigten der Tarifgemeinschaft der Berliner Arbeiterwohlfahrt am Donnerstag, Freitag und am Montag zum Warnstreik auf. Hintergrund seien drei ergebnislose Tarifverhandlungen für die rund 1800 Beschäftigten in Berlin, teilte Verdi mit. Kitas und andere AWO-Einrichtungen könnten dadurch geschlossen bleiben. Die Berliner AWO bietet unter ihrem Dach nach eigenen Angaben über 5000 Kitaplätze an.

Die Gewerkschaft fordert von den Arbeitgebern, dass die Entgelttabellen auf das Niveau des Tarifvertrages der Länder (TV-L) angepasst wird. „Die Beschäftigten der AWO in Berlin sind nicht mehr bereit, diese Ungleichbehandlung hinzunehmen. In diesem Jahr wird die AWO 100 Jahre alt – es ist Zeit, dass die AWO dann auch wieder 100 Prozent des TV-L Niveaus für die gute Arbeit der Beschäftigten, die sie für die öffentliche Daseinsvorsorge erbringen, zahlt“, sagte die Verdi-Verhandlungsführerin Meike Jäger. Am kommenden Montag soll die nächste – vierte – Verhandlungsrunde stattfinden. 

Am Donnerstag soll es vor dem Sitz der Finanzverwaltung in der Klosterstraße eine Kundgebung geben. (Tsp)

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