Kolumne: Immer wieder sonntags : Was tun bei lärmenden Kindern im Zug?

Schreien, Rennen, Singen: Kinder im Abteil können ganz schön nerven. Muss man sich das gefallen lassen? Unsere Autorin weiß Rat. 

Willst du mit mir spielen? Ein Junge im Zug.
Willst du mit mir spielen? Ein Junge im Zug.Foto: imago/blickwinkel

Immer wieder erlebe ich bei Bahnreisen, dass Kinder sich sehr störend verhalten. Sie hüpfen auf den Sitzen herum, singen, krabbeln im Gang, bekleckern alles. Wie kann man sich dagegen wehren? - Henriette, verstört

Die Frage ist: Will man sich dagegen wehren? Es kann doch auch sehr aufheiternd sein, Kindern beim Spielen zuzuschauen. Von deren unbändiger Lebensfreude sich anstecken zu lassen, kann ein erster Teil der Erholung sein, egal wohin die Reise geht. Wenn Sie an einem krabbelnden Kind vorbeigehen müssen, dann bitten Sie doch höflich die Eltern, den Weg passierbar zu machen. Eine freundliche Grundhaltung verbessert auch Ihr eigenes Wohlgefühl, wenn es gilt, Kindern beim Singen, Lesen oder Spielen zuzuhören.

Sobald man das nicht als Störung wahrnimmt, sondern als Chance, etwas zu lernen, hellt sich die Stimmung auf. In der Regel bemühen sich Eltern, Kleckerspuren zu beseitigen. Solange Sie nicht selber getroffen werden, bleiben Sie am besten gelassen.

Aber Achtung, treiben Sie es mit dem Wohlwollen auch nicht zu weit: Bevor Sie besonders herzigen Kindern Süßigkeiten zustecken, fragen Sie unbedingt die Eltern, ob das in Ordnung ist.

Schicken Sie Ihre Fragen gern an: meinefrage@tagesspiegel.de

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