Konnopke's in Berlin-Pankow : Mehr als der übliche Verschlei

Dem Imbiss wurde das scharfe S gestohlen. Robert Ide rückt dem Buchstaben auf die Pelle. Eine Glosse.

Konnopke´s Imbiß in der Schönhauser Allee vor dem Buchstabenklau.
Konnopke´s Imbiß in der Schönhauser Allee vor dem Buchstabenklau.Foto: imago/Rolf Zöllner

Das ist wirklich kein Spa mehr. Bei "Konnopke’s Imbi " an der Eberswalder Stra e ist weiterhin das " " im Namen verschwunden, und für die Inhaber von Berlins berühmtestem Imbi geht es dabei um mehr als die Wurst oder den üblichen Verschlei : Sie fühlen sich eines ma geblichen Teils ihrer Familientradition beraubt. Zwar rennen nach einem öffentlichen Suchaufruf noch mehr Touristen der Bude die Bude ein, blo um Selfies ohne " " zu schie en. Aber bisher fand sich keine hei e Spur und damit nicht die Gelegenheit, die Diebe in die rot-wei en Schranken zu weisen.

Bald gibt´s auch Montags wieder Wurst

„Wir lassen uns jetzt einfach ein neues ß machen", kündigt Linda Konnopke nun an. Vielleicht schon nächste Woche soll es angebracht werden, „aber wir hoffen noch, dass uns der alte Buchstabe zurückgebracht wird“, sagt die 25-Jährige, die in vierter Generation unterm U-Bahn-Viadukt die Würstchen wendet.

Einen neuen Dreh gibt es auch bei den Öffnungszeiten: Ab nächster Woche kann Kiezhausen seiner Lieblingswurst auch wieder montags auf die Pelle rücken. Der Test mit der alternativen Brutzelzeit am Sonntag für die Mauerpark-Karaoke-Flashmobs wird wohl nach dem Sommer wieder eingestellt.

Prenzlauer Berg im Wandel der Zeit
Rykestraße, 1985. An einigen Ecken war die Wäsche auf dem Balkon der einzige Farbklecks an den bröckelnden Fassaden. Liebe Leserinnen, liebe Leser: Senden Sie uns Ihre Aufnahmen aus Prenzlauer Berg an leserbilder@tagesspiegel.de.Weitere Bilder anzeigen
1 von 436Foto: Christian Hajer
10.08.2018 14:29Rykestraße, 1985. An einigen Ecken war die Wäsche auf dem Balkon der einzige Farbklecks an den bröckelnden Fassaden. Liebe...

„Wir finden einfach keine neuen Arbeitskräfte, um durchgängig sieben Tage in der Woche zu öffnen“, erzählt Konnopke und betont: „Es sollten schon Leute kommen, die arbeiten wollen.“ Offenbar war die Sache manchen früheren Angestellten doch zu sehr wurst. Tja, auch im Imbiss-Business ist man manchmal ganz schön Darm dran.

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