Kriminalität : Brandanschlag auf Dussmann-Gebäude

Offenbar linke Gruppen haben in Pankow einen Anschlag auf ein Haus der Dussmann-Gruppe verübt. Menschen wurden dabei nicht verletzt, der Sachschaden blieb gering.

Berlin - In einem Bekennerschreiben kritisierten die Täter die Unternehmenspolitik von Dussmann: geringe Löhne und schlechtes Essen, das die Catering-Firma unter anderem an das Berliner Ausreisezentrum in der Motardstraße liefert. In dem Gebäude in Pankow werden die Speisen für das Zentrum gekocht.

Im Februar war in dem Berliner Kulturkaufhaus der Firmengruppe erstmals ein Betriebsrat gewählt worden. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatten sich die Beschäftigten zuvor jahrelang durch die Geschäftsführung einschüchtern lassen.

Bereits am Freitag hatten sich linke Gegner des G8-Gipfels zu einem Brandanschlag auf vier Autos der Unternehmensgruppe in Hamburg am 23. Februar bekannt. Das Bekennerschreiben war mit "Fight Fortress Europe. Fight G8" ("Bekämpft die Festung Europa. Bekämpft G8") unterzeichnet worden.

Der Innenexperte der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Frank Henkel, erklärte, Berlin dürfe im Vorfeld des G8-Gipfels nicht "zum Übungsplatz und zur Tummelwiese" gewaltbereiter Extremisten werden. Die linksextremen Strukturen müssten sorgfältig überwacht werden. Festgenommene Gewalttäter müssten zügig vor Gericht gestellt und mit harten Strafen belegt werden. (tso/ddp)

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