Kriminalität : Ex-Häftling wegen Mordes vor Gericht

Ein 39-Jähriger muss sich wegen Mordes an seiner früheren Lebensgefährtin vor dem Berliner Landgericht verantworten. Die Frau hatte sich während seiner Haftzeit von ihm getrennt.

Berlin - Der Baumaschinenführer ist angeklagt, knapp zwei Wochen nach seiner Haftentlassung seine 33-jährige Ex-Freundin im Juli vergangenen Jahres in ihrer Steglitzer Wohnung durch massive Schläge gegen Kopf und Oberkörper getötet zu haben. Danach soll er das zertrümmerte Gesicht des Opfer mit einem Handtuch bedeckt und die Frau in einen Teppich eingerollt haben. Die Leiche der Kellnerin wurde erst eine Woche später entdeckt.

Laut Anklage wollte der 39-Jährige nicht akzeptieren, dass sich die Frau während seiner Haftzeit von ihm getrennt hatte. So habe er ihr bereits im Februar 2006 in einem Brief angekündigt, sie umzubringen, falls sie wirklich Schluss machen würde, heißt es. Der Angeklagte ist wegen erheblicher Gewalttätigkeiten vorbestraft und hatte zuletzt eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt. Die Staatsanwaltschaft strebt daher eine Sicherungsverwahrung an.

Im Ermittlungsverfahren hatte er die Tötung der Frau im wesentlichen gestanden, sich aber auf Erinnerungslücken berufen. Nach Angaben des Staatsanwalts war es nach einem Kneipenbesuch vor der Wohnungstür zum Streit gekommen, weil die betrunkene Frau den Angeklagten beim Türöffnen gestoßen und er dadurch gegen eine Scheibe gefallen sei und sich verletzt habe. Als er daraufhin die Kellnerin "leicht berührte", so der Staatsanwalt, soll die 33-Jährige mit einer Anzeige gedroht haben. Daraufhin sei der Ex-Häftling ausgerastet. (tso/ddp)

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